Fünf verheerende Dürre-Jahre in Folge: So ist der aktuelle Stand in Hessen

Hessen - Fünf Jahre hintereinander war es in Deutschland viel zu trocken, auch in Hessen hatte diese Dürre weit reichende Konsequenzen. Doch nun hat sich die Lage verändert.

Insbesondere in den Wäldern richteten die zurückliegenden fünf Dürre-Jahre teils drastische Schäden an.
Insbesondere in den Wäldern richteten die zurückliegenden fünf Dürre-Jahre teils drastische Schäden an.  © Sebastian Gollnow/dpa

Für Bäume, Amphibien und die Landwirtschaft ist der viele Regen der vergangenen Monate eine Wohltat gewesen.

Die zuvor lange andauernde Phase der Dürre ist vergangene Woche von Klimaforschern für beendet erklärt worden. Der ausgebliebene Regen hat auch in Hessen seine Spuren hinterlassen, vor allem im Wald. Seit 2018 hatten extrem trockene Böden bis in tiefere Schichten für gravierende Schäden gesorgt.

Dieses Jahr sehen die Startbedingungen deutlich besser aus, wie der Landesbetrieb Hessenforst schildert. Es stehe genügend Wasser für den Frühjahrsaustrieb und die Wachstumsphase der Bäume zur Verfügung, sagt Thomas Ullrich, bei Hessenforst für die Standortskunde zuständig.

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Auch Hessens Landwirte zeigen sich erleichtert. "Für die Stabilisierung des Wasserhaushalts der Böden war der viele Niederschlag notwendig", erklärte die Sprecherin des Hessischen Bauernverbands, Marie-Claire von Spee. So seien nun auch tiefere Bodenschichten wieder mit Wasser versorgt.

Der Nabu nennt Amphibien und Vögel in Feuchtgebieten als Beispiele für Tierarten, die dank des vielen Regens nun dringend benötigten Nachwuchs aufziehen könnten.

Angesichts der Schäden, die die zu trockenen Jahre verursacht hätten, fordert der Umweltverband aber auch Konsequenzen für den Umwelt- und Naturschutz. So müssten Wälder wieder zu Wasserspeichern werden, sagt Berthold Langenhorst vom Nabu Hessen. Die nun zu Ende gegangene Dürre sei nur ein Vorbote dessen, was im Zuge der Klimakrise zu erwarten sei.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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