Grüne Welle auf Knopfdruck: Polizei NRW tüftelt an digital vernetzten Streifenwagen

Von Helge Toben

Duisburg - Polizisten in Nordrhein-Westfalen könnten in Zukunft bei Einsatzfahrten per Knopfdruck für eine grüne Welle sorgen.

In NRW wird derzeit an digital vernetzten Streifenwagen für die Polizei getüftelt.
In NRW wird derzeit an digital vernetzten Streifenwagen für die Polizei getüftelt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Welche technischen und digitalen Voraussetzungen dafür nötig sind, wird derzeit in einem Speziallabor der Polizei in Duisburg erforscht.

Noch in diesem Sommer soll es erste Tests mit einem Streifenwagen auf Teststrecken in Düsseldorf und auf der A52 und der A57 geben.

"Wir denken Polizei von Anfang an beim automatisierten und vernetzten Fahren mit", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) am Freitag in Duisburg bei einem Besuch des Speziallabors im Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZDP).

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Mit den Forschungen nimmt die NRW-Polizei am Projekt "KoMoD" (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf) teil. Projektpartner sind unter anderem die Technische Hochschule Aachen, die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt und die Unternehmen Vodafone, Siemens und ZF Friedrichshafen.

Neben der grünen Welle nannte Reul als weiteres Beispiel für den Einsatz digital vernetzter Streifenwagen das Anhalten eines Fahrzeugs.

Streifenwagen könnten Hinweis zum Anhalten auf Display des Fahrers senden

Ein Polizeiauto steht in einem Testlabor des NRW-Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD).
Ein Polizeiauto steht in einem Testlabor des NRW-Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD).  © Rolf Vennenbernd/dpa

So könne der Streifenwagen dann vielleicht einen Hinweis auf das Display des zu kontrollierenden Wagens senden - mit der Aufforderung anzuhalten. Auch Verfolgungsfahrten könnten sicherer werden, "indem die Straße einsatzbereit gemacht wird".

Autofahrer könnten dann innerhalb von Sekunden den Hinweis erhalten, rechts ran zu fahren und eine Gasse zu bilden.

LZPD-Direktor Thomas Roosen betonte, dass bei dem Forschungsprojekt der Polizei auch datenschutzrechtliche Fragestellungen behandelt werden.

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Beleuchtet werde dabei, "ob man auch den Datenfluss der voll automatisierten Fahrzeuge mit der Infrastruktur sichern und auswerten" dürfe.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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