Nach Explosion: "Verzweiflung und Schock" in Eschweiler - Suche nach der Ursache

Eschweiler - Nach der schweren Explosion in Eschweiler gehen die Ermittlungen der Polizei zur Ursache weiter. "Wir ermitteln weiter in alle Richtungen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen am Samstag.

Bei der Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum von Eschweiler waren am Donnerstag (30. März) 14 Menschen verletzt worden.
Bei der Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum von Eschweiler waren am Donnerstag (30. März) 14 Menschen verletzt worden.  © Henning Kaiser/dpa

Bei der Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum der Stadt waren am Donnerstagabend 14 Menschen verletzt worden. Vier von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Die Bürgermeisterin der Stadt, Nadine Leonhardt, sagte am Morgen im Radiosender WDR 5: "Die Stadt steht wirklich unter Schock." Betroffen sei eine sehr beliebte Geschäftsstraße.

Nach der Hochwasser-Katastrophe vor knapp zwei Jahren sei man nun in der nächsten Krise. Einige Geschäfte hätten gerade erst wiedereröffnet.

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"Die Verzweiflung und der Schock stehen den Menschen ins Gesicht geschrieben", berichtete Leonhardt. Die Stadt habe zwei 24-Stunden-Hotlines eingerichtet.

Eine sei für diejenigen, die die Explosion erlebt und Umgang mit Verletzten gehabt hätten. Die zweite Hotline gebe Hinweise für Geschäftsleute, die Handwerker benötigten.

Straße des Unglücks soll schnellstmöglich wieder belebt werden

Durch die Detonation waren in einem ganzen Straßenzug Schaufenster geborsten und Fassaden beschädigt. Auch Läden gegenüber wurden verwüstet. Die Straße war übersät mit Scherben, Schaufensterpuppen und Trümmern.

Die Bürgermeisterin der 56.000-Einwohner-Stadt sagte, am Freitagabend sei man mit Aufräumen ein gutes Stück weitergekommen. Die Straße solle so schnell wie möglich wieder belebt werden.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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