Negativbeispiel Berlin? NRW kämpft um Erhalt der Sprach-Kitas

Düsseldorf - Im Ringen um einen Fortbestand der Förderung für Sprach-Kitas in Nordrhein-Westfalen hat sich Familienministerin Josefine Paul (40) zuversichtlich geäußert.

Josefine Paul (40) von den Grünen gibt im Kampf um den Erhalt der Sprach-Kitas in NRW nicht auf.
Josefine Paul (40) von den Grünen gibt im Kampf um den Erhalt der Sprach-Kitas in NRW nicht auf.  © Thomas Banneyer/dpa

Die Länder seien seit einigen Wochen in intensiven Gesprächen mit dem Bund und man sei auf "ganz gutem Wege", eine Lösung hinzubekommen, sagte die Grünen-Politikerin am heutigen Donnerstag in einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Landtags.

Die Entscheidung der Ampel-Regierung in Berlin, das etablierte Programm zur Sprachförderung in den Kindertagesstätten zum Jahresende auslaufen zulassen, sei in keinster Weise nachvollziehbar.

Pauls Parteifreundin, Bundesfamilienministerin Lisa Paus (54, Grüne), hatte vor einigen Wochen überraschend mitgeteilt, dass die Bundesmittel Ende 2022 gestoppt werden sollen. Nach Protest aus den Bundesländern hatte Paus aber eine Übergangsfinanzierung in Aussicht gestellt.

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NRW-Ministerin Paul betonte in Düsseldorf, man arbeite gemeinsam an einer "dauerhaft tragfähigen Lösung".

Es gelte, "Übergänge bruchlos" zu schaffen - und das gehe nur mithilfe des Bundes. Ziel der schwarz-grünen Landesregierung sei es, den bewährten Ansatz der Sprach-Kitas und die rund 1500 Fachkräfte in den Einrichtungen und den Fachberatungsstellen zu behalten oder einen Wegfall der Stellen bestmöglich abzufangen.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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