Von Felix Müschen
Helgoland - Wegen eines technischen Defektes ist die Fähre "Funny Girl" am Samstag manövrierunfähig vor der Nordseeinsel Helgoland getrieben.
Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, sei fünf Kilometer vor der Insel der Motor ausgefallen. An Bord seien rund 60 Passagiere – verletzt wurde niemand.
Der Seenotrettungskreuzer "Herrmann Marwede" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger machte sich daraufhin auf den Weg zum Schiff, um es nach Helgoland zu schleppen.
Da nach Angaben der Polizeisprecherin dort ein Anlegen jedoch nicht möglich war, werde die "Funny Girl" mitsamt aller Passagiere nun ins niedersächsische Cuxhaven gebracht.
Dafür wurde sie laut eines Sprechers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger an den Schlepper "Nordic" übergeben. Der Seenotrettungskreuzer begleite den Verband allerdings weiterhin, falls medizinische Hilfe notwendig sei.
Derzeit wehe zudem ein Westwind mit rund 60 Kilometern die Stunde, der die Lage etwas erschwere.
Reederei will Rückreise der Passagiere organisieren
In Cuxhaven soll die "Funny Girl" der zuständigen Reederei Adler & Eils zufolge einer technischen Untersuchung unterzogen werden. So soll die Ursache des Defektes festgestellt werden.
Die Fahrgäste würden zudem weiter betreut und ihre Weiter- oder Rückreise organisiert. Auch für die auf der Nordseeinsel Helgoland wartenden Passagiere würden Ersatzlösungen eingerichtet, sodass sie noch heute ihre Rückreise antreten können, hieß es.
Wie lange die Fähre zwischen Helgoland und Büsum nicht fährt, wusste die Sprecherin nicht. Medien berichten, sie bleibe mindestens am Sonntag und Montag außer Betrieb. Die Reederei Adler & Eils hat auf eine Anfrage bisher nicht reagiert.
Erstmeldung um 16.20 Uhr, aktualisiert um 17.57 Uhr.