Manövrierunfähiger Frachter löst auf Nordsee Notfalleinsatz aus

Helgoland - Am späten Dienstagabend hat ein manövrierunfähiger Frachter auf der Nordsee bei Helgoland für einen Notfalleinsatz des Havariekommandos gesorgt.

Der Frachter trieb mehrere Stunden vor Helgoland manövrierunfähig in der Nordsee.
Der Frachter trieb mehrere Stunden vor Helgoland manövrierunfähig in der Nordsee.  © Marcus Brandt/dpa

Wie ein Sprecher in Cuxhaven mitteilte, trieb der 132 Meter lange Frachter "Royal II" nach einem Maschinenausfall bei starkem Wind seit mehreren Stunden in der Nordsee.

Der Notschlepper "Nordic" nahm das Schiff auf einen Haken, zudem wurde ein Hubschrauber der Bundespolizei mit vier Bergungsexperten angefordert.

Zwei von ihnen wurden nach dem Eintreffen auf dem Frachter abgesetzt, um die Notschleppverbindung, die gegen 22 Uhr hergestellt werden konnte, zwischen der "Royal II" und dem Schlepper "Nordic" zu überprüfen.

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Nur 20 Minuten später folgte die Erleichterung. Die Besatzung des Frachters meldete, dass die Maschine wieder laufen würde. Das Havariekommando gab daraufhin die Leitung wieder ab, das Mehrzweckschiff "Neuwerk" blieb zur Absicherung.

Der Stückgutfrachter, der unter der Flagge Panamas fährt, war mit Windkraftanlagenteilen beladen und auf dem Weg vom dänischen Esbjerg nach Cuxhaven.

Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschten auf der Nordsee Windstärke sieben und vier Meter hohe Wellen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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