Wal an Nordseeküste gestrandet: Jäger erschießt das "orientierungslose" Tier

Von Felix Müschen

Sylt - Ein Seehundjäger hat auf der Nordsee-Insel Sylt einen 3,80 Meter großen Wal erschossen. Passanten wollten dem Tier zuvor noch helfen.

Das tote Tier soll nun abtransportiert werden.  © Lea Albert/dpa

Das Tier war im Watt bei Munkmarsch angetrieben und bereits in den vergangenen zwei Tagen an der Ostseite der Insel gesichtet worden.

"Es ist immer im Kreis geschwommen, das deutet auf eine neurologische Störung hin", sagte der Seehundjäger Thomas Diedrichsen der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich um einen Schnabelwal. Das Tier habe orientierungslos gewirkt.

Am Donnerstagmorgen hatten Passanten zunächst versucht, den Wal wieder ins tiefere Wasser zu schieben, allerdings ohne Erfolg. Er wäre ohnehin gestorben - auch ohne die Schüsse, sagte Diedrichsen, nachdem er geschossen hatte.

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Der Schnabelwal sei stark abgemagert gewesen und habe vermutlich eine Pilzinfektion am Mund gehabt. Nun soll das tote Tier mit einem Radlader abtransportiert werden.

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