Flut überrascht Wattwanderer: Fünf Männer in Lebensgefahr
Bremen - Das hätte übel enden können! Fünf Wattwanderer sind am Samstagnachmittag zwischen den Nordsee-Inseln Amrum und Föhr von der einsetzenden Flut überrascht worden und mussten gerettet werden.
Alles in Kürze
- Fünf Wattwanderer zwischen Amrum und Föhr von Flut überrascht
- Männer im Watt nahe Föhr knietief im Wasser
- Rettung durch Tochterboot Lotte und Rettungshubschrauber
- Wattwanderer waren sich der Gefahr nicht bewusst
- Männer unverletzt an den Strand von Föhr gebracht

Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Abend mitteilte, hatte ein Mann, der an der Amrumer Odde, der Nordspitze der Insel unterwegs war, fünf Männer im Watt nahe der gegenüberliegenden Insel Föhr im Wasser gesehen.
Nach Angaben eines Sprechers standen zu bereits zu diesem Zeitpunkt knietief in der einsetzenden Flut. Zuvor waren sie nach ersten Erkenntnissen wohl durch ein Priel gelaufen, der ihnen mit auflaufendem Wasser den Weg nach Amrum abgeschnitten hatte.
Mit Eingang des Notrufes setzte sich umgehend das Tochterboot Lotte des Seenotrettungskreuzers Ernst Meier-Hedde in Richtung der Wanderer in Bewegung. Zudem stieg ein Rettungshubschrauber der Marine auf.
Die Seenotretter konnten die fünf Männer rund 400 Meter vor dem Strand von Utersum auf Föhr antreffen. Ein weiterer Priel lag vor ihnen und schnitt ihnen den Weg zum Festland ab.
Wattwanderer waren sich der Gefahr nicht bewusst
"Die Wattwanderer waren sich offenbar noch keiner Gefahr bewusst", so ein Sprecher. "Das war ihnen erst klar, als das Tochterboot bei ihnen war und der Hubschrauber über ihnen stand."
Die Männer aus Hamburger wateten ein kleines Stück durch das Wasser, um das Rettungsboot zu erreichen. Dabei merkten sie, dass dort bereits eine starke Strömung stand. "Bereits wenig später wären sie an dieser Stelle gegen den Strom wohl nicht mehr angekommen", erklärte der Sprecher den Ernst der Lage.
Die Wattwanderer wurden teil durchnässt, aber unverletzt an den Strand von Föhr gebracht.
Titelfoto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)