DDR-Feriendorf kommt unter den Hammer, doch es gibt ein Problem
Trassenheide - Hier steht ein Stück DDR-Geschichte zum Verkauf: In weniger als zwei Monaten kommt das ehemalige Pionierlager Trassenheide auf Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) unter den Hammer. Doch es gibt ein Problem.
So bestehen die Außenwände der Gruppenunterkünfte aus Planasbest. Zudem sind mehrere Dächer der Anlage baujahrbedingt mit Wellasbestplatten gedeckt. Ein Interessent sollte also mögliche Zusatzkosten für eine Sanierung einkalkulieren.
Für den 10. Dezember ist eine Versteigerung des circa 10.000 Quadratmeter großen Grundstücks angesetzt. Das Mindestgebot liegt bei 1,49 Millionen Euro, wie das Immobilienauktionshaus Deutschland auf seiner Website schreibt.
Das bewaldete Erholungsdorf aus den 1960er-Jahren ist rund 200 Meter von der Ostsee entfernt. "Zum Bestand gehört eine großzügige Gruppenunterkunft mit circa 100 Betten, eine separate Personalunterkunft, eine Werkstatt mit Lagerflächen sowie ein Gemeinschaftsgebäude mit Speisesaal, Küche und Aufenthaltsbereichen", heißt es.
Zusätzlich gebe es 19 freistehende Ferienbungalows (einfache Ausstattung und Leichtbauweise) mit einer Fläche von jeweils 10 bis 15 Quadratmeter und insgesamt circa 53 Betten. Für sie bestehe – ebenso wie das Sanitärgebäude und kleinere Nebengebäude – Bestandsschutz.
Vor vier Jahren hatte die Anlage bei einer Versteigerung bereits den Besitzer gewechselt. Zuletzt wurden die Räumlichkeiten überwiegend für Klassenfahrten genutzt.
Titelfoto: Montage: IA Deutschland (2)
