Menschen spazieren auf zugefrorener Ostsee: Polizei warnt

Sassnitz - Vor der Ostseeküste bei Rügen ist das Eis zum jetzigen Zeitpunkt lebensgefährlich – dennoch betreten Menschen die Eisflächen. Die Wasserschutzpolizei spricht eine Warnung aus.

Ein Spaziergang auf der zugefrorenen Ostsee kann schnell lebensgefährlich werden.  © Philip Dulian/dpa

Besonders im Hafen Sassnitz und der dortigen Fahrrinne besteht laut Mitteilung akute Gefahr: Strömungen, Schiffsverkehr und wechselnde Wassertiefen sorgen demnach dafür, dass sich kein tragfähiges Eis bildet.

Die Eisdecken seien ungleichmäßig und instabil und könnten jederzeit einbrechen, hieß es weiter.

Auch außerhalb der Häfen täuscht die Eisbildung: Wind, Wellengang und Salzwasser führen - auch dort, wo das Eis dick wirkt - zu unzureichender Tragfähigkeit.

Ostsee Eis blockiert LNG-Terminal: So ist die aktuelle Lage auf Rügen

Die Polizei rät daher dringend davon ab, das Eis zu betreten. Eltern werden gebeten, ihr Kinder im Blick zu behalten und über Risiken aufzuklären.

Anzeige
Auch dort, wo das Eis stabil wirkt, kann man schnell einbrechen.  © Philip Dulian/dpa

Mehrere Menschen eingebrochen

Die möglichen Folgen ließen sich am Samstag in Scharbeutz (Schleswig-Holstein) beobachten. Dort brachen laut einem Bericht des NDR mehrere Personen ins Eis ein. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Beim Einbrechen ins Eis droht durch die kalten Wassertemperaturen sofortige Lebensgefahr.

Rettungen sind unter diesen Bedingungen extrem schwierig und gefährden auch Einsatzkräfte, wie die Wasserschutzpolizei betonte.

Mehr zum Thema Ostsee: