Niendorf/Wismar/Poel/Skagen - Buckelwal "Timmy" hat es fast geschafft! Nach mehreren Strandungen in den vergangenen Wochen liegt er seit Dienstag in der Barge, die ihn in die Nordsee transportieren soll. Am Freitag könnte der große Moment gekommen sein. TAG24 berichtet im Liveticker.
Mit einem Konvoi wurde der Ozeanriese die letzten Tage in Richtung Dänemark transportiert, nachdem die private Rettungsinitiative mit dem Barge-Plan Erfolg hatte.
In der Nordsee soll "Timmy" freigelassen werden, doch die Wetterbedingungen machen dem Rettungsteam bisher einen kleinen Strich durch die Rechnung.
Erstmals gestrandet war der Wal am 23. März auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein).
1. Mai, 20.49 Uhr: Gelingt die Freilassung von "Timmy" heute noch?
Die Flotte samt Barge und Buckelwal "Timmy" ist mittlerweile rund 24 Kilometer von der nördlichsten Spitze Dänemarks entfernt.
Während vor Ort langsam die Dunkelheit einsetzt, bleibt die Frage: Gelingt die Freilassung des Tieres heute noch?
1. Mai, 20.22 Uhr: Schlauchboot hat sich von der Barge entfernt
Wie ist der weitere Plan? In den vergangenen 30 Minuten ist nicht viel passiert - abgesehen davon, dass sich die Retter mit ihrem Schlauchboot wieder von der Barge entfernt haben.
Hinter den Kulissen dürften die Überlegungen, wie man "Timmy" ins Meer bekommt, auf Hochtouren laufen.
1. Mai, 19.57 Uhr: "Timmy" müsste sich um 180 Grad drehen
Die Retter scheinen gerade nicht zu wissen, wie sie den Buckelwal aus der Barge bekommen sollen. "Timmy" befindet sich wieder genau an derselben Stelle wie während des Transports.
Das Problem: Das Tier liegt mit der Schwanzflosse in Richtung Ausgang und kann bekanntlich nicht rückwärts schwimmen. Für eine Drehung des Wals ist die Barge augenscheinlich nicht groß genug.
1. Mai, 19.38 Uhr: "Timmy" hat sich in die falsche Richtung bewegt
Nachdem sich "Timmy" vor einigen Minuten bereits sehr nah am Ausgang der Barge befand, ist der Wal nun wieder ganz weit vorne im Inneren des Lastkahns.
Das Schlauchboot mit den Rettern ist mittlerweile ebenfalls innerhalb der Barge. Sie scheinen zu überlegen, wie sie das Tier herausbekommen sollen.
1. Mai, 19.25 Uhr: Retter versuchen, "Timmy" aus der Barge zu ziehen
Spannende Momente auf hoher See: Im Livestream ist zu sehen, dass die Retter derzeit offenbar versuchen, den Wal rückwärts aus der Barge zu ziehen.
"Timmy" ist augenscheinlich über eine Art Seil mit einem Schlauchboot verbunden, auf dem sich mehrere Retter befinden. Das Tier selbst zeigt aktuell aber keine eigene Aktivität, aus der Barge herauszukommen.
1. Mai, 18.50 Uhr: Barge samt Wal "Timmy" liegt tiefer im Wasser
Während die Flotte weiter Richtung Norden unterwegs ist, zeigt der Livestream von NEWS5, dass die Barge samt Buckelwal mittlerweile deutlich tiefer im Wasser liegt.
Der Konvoi befindet sich inzwischen bereits rund 15 Kilometer nördlich der obersten Spitze Dänemarks. Der Wellengang ist deutlich stärker als noch in Küstennähe - "Timmy" wird ordentlich durchgeschüttelt.
1. Mai, 17.29 Uhr: Für "Timmy" geht es immer weiter Richtung Norden
Mittlerweile ist die Flotte samt Barge und Buckelwal "Timmy" am nördlichsten Punkt Dänemarks vorbei, wie auf der Seite "Vesselfinder" zu sehen ist.
Ob das Tier zeitnah freigelassen werden soll oder die Flotte ihn noch deutlich weiter Richtung Atlantik bringen kann, ist aktuell noch unklar.
1. Mai, 16.13 Uhr: Flotte samt Buckelwal "Timmy" wieder auf Kurs
Die Flotte samt der Barge und Buckelwal "Timmy" ist mittlerweile wieder auf Kurs Richtung Norden, wie der Seite "Vesselfinder" zu entnehmen ist.
Weit ist es nicht mehr bis zum Übergang in die Nordsee.
1. Mai, 15.11 Uhr: Buckelwal bleibt im Schutz der Sonnensegel
Obwohl deutliche Bewegungen von "Timmy" ausgehen, fällt auf, dass sich der Ozeanriese konsequent unter den beiden Sonnensegeln aufhält.
Ob der Buckelwal dort noch einmal Kraft tankt, bevor er in die Freiheit schwimmt?
1. Mai, 14.56 Uhr: "Timmy" bewegt sich immer mehr
Der Wasserstand in der Barge steigt immer weiter an und bedeckt den Buckelwal nun fast komplett.
Inzwischen bewegt sich der Wal auch immer mehr und schlägt deutlich mit der Fluke. Allerdings muss "Timmy" sich einmal komplett drehen, um aus der Barke hinausschwimmen zu können.
1. Mai, 14.43 Uhr: Schlepperverband fährt in tieferes Gewässer
Die Barge wird immer weiter mit Wasser geflutet. Gleichzeitig benetzen Helfer den Wal mit Wasser von oben.
Außerdem bewegt sich der Schleppverband weiter in tieferes Gewässer und fährt dabei langsam in Richtung Norden.
1. Mai, 14.26 Uhr: Barge wird mit Wasser geflutet
Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, wie die Barge Stück für Stück mit Wasser überflutet wird.
Das hintere Netz zur Absperrung ist heruntergelassen. "Timmy" hat nun die Chance, sich freizuschwimmen.
Im Inneren beginnt sich der Buckelwal zu drehen, liegt jedoch noch unter den Sonnensegeln der Barge.
1. Mai, 13.01 Uhr: Wie lautet der aktuelle Plan?
Buckelwal "Timmy" könnte früher freigelassen werden als geplant. In den späten Nachmittagsstunden werde der Wal möglicherweise entlassen, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, gegenüber der dpa.
"Das ist aber noch in Abstimmung." Aktuell werde versucht, den Sender am Tier anzubringen. "Es wird außerdem vorbereitet, dass das Netz relativ schnell entfernt werden kann für den Fall, dass der Wal aus der Barge entlassen werden muss, weil er sich nicht wohlfühlt oder weil es zu gefährlich für ihn ist."
Aktuell befindet sich der Schlepper mit der angehängten Barge ein Stück vor dem nördlichen Ende Dänemarks und damit noch in der Ostsee. Ursprünglich geplant war es, den Wal erst an einer geeigneter Stelle in der Nordsee freizulassen.
1. Mai, 12.15 Uhr: Wird "Timmy" heute direkt vor Ort freigelassen?
Laut Informationen von NEWS5 soll der Wal wahrscheinlich noch heute vor Ort freigelassen werden!
Die aktuellen Wetterverhältnisse auf der Nordsee seien für die Barge nicht geeignet. Die Wellen seien für das Konstrukt einfach zu hoch. Deswegen soll laut ihren Informationen die Barge nach und nach abgesenkt werden, damit der Wal anschließend aus ihr hinausschwimmen kann.
Allerdings ist die aktuelle Position der "Fortuna B" nicht weit von der dänischen Küste entfernt. Ein mögliches erneutes Stranden des Wals wäre daher denkbar.
Wann und ob die Freilassung heute wirklich passiert, ist aktuell noch völlig unklar.
1. Mai, 10.58 Uhr: "Fortuna B" bewegt sich wieder in Richtung Süden
Was passiert da vor Skagen? Wie es scheint, bewegt sich der Schleppverband nun wieder in Richtung Süden.
Vermutlich kreist der Konvoi erstmal vor Dänemark. Die Frage bleibt, ob sie dort auf besseres Wetter warten.
1. Mai, 10.35 Uhr: Wie geht es mit "Timmy" weiter?
Nach Angaben von Teammitgliedern der privaten Initiative für den Transport wird am Vormittag beraten, wie es weitergehen soll.
Zu den Möglichkeiten zählt demnach, an ruhigerer Stelle auf besseres Wetter zu warten - oder aber, den Wal direkt an Ort und Stelle und doch nicht erst in der Nordsee freizusetzen. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der sogenannten Barge groß, hieß es.
Nach Plänen der privaten Initiative soll der Wal in tiefem Wasser ausgesetzt werden. Wo genau, stand den Angaben zufolge zunächst nicht fest.
1. Mai, 10.23 Uhr: Konvoi wieder auf Kurs!
Hat der Sturm nachgelassen? Auf den Live-Bildern sind deutlich weniger hohe Wellen erkennbar.
Laut VesselFinder haben sich die Schiffe der Flotte nun wieder in Richtung Skagerrak gewendet. Auch die Geschwindigkeit wurde leicht erhöht und liegt bei der "Fortuna B" jetzt bei etwas mehr als vier Knoten.
1. Mai, 9.29 Uhr: Konvoi fährt weiter Richtung Süden
Die Flotte rund um den Buckelwal "Timmy" ist momentan weiterhin in Richtung Süden unterwegs.
Bei knapp zwei Knoten versuchen die Schiffe vermutlich vor dem Sturm Schutz zu suchen.
Über der Spitze von Dänemark wehen über die Meerenge von Skagerrak laut Wettervorhersage starke Windböen hinweg.
1. Mai, 8.22 Uhr: Weicht der Schiffskonvoi vom Kurs ab?
Bis vor Kurzem waren die drei Schiffe noch in ihre geplante Richtung Skagerrak unterwegs. Doch plötzlich wendete der Konvoi, wie bei VesselFinder zu sehen ist.
Ein Reporter vor Ort berichtet von hohen Wellen auf dem Meer, könnte das der Grund für die veränderte Route sein? Der Deutsche Wetterdienst sagt für Skagerrak Windböen bis zu 60 km/h voraus. Die Wellen sollen am Freitag bis zu 2 Meter hoch werden.
Aktuell sieht es so aus, als ob der Konvoi wieder Kurs zurück auf die Ostsee nimmt.
1. Mai, 7.25 Uhr: Hier ist Buckelwal "Timmy" gerade
Der Transport des Buckelwals ist über Nacht vorangegangen. Mittlerweile hat "Timmy" es fast bis an die Spitze Dänemarks geschafft.
Die drei Schiffe "Fortuna B", "Robin Hood" und "Arne Tiselius" befinden sich laut VesselFinder aktuell auf der Höhe von Skagen und haben damit beinahe die nördlichste Stelle von Dänemark erreicht.
30. April, 19.30 Uhr: "Timmy" geht es laut Initiatorin immer besser
Wie eine NEWS5-Reporterin mit Verweis auf Angaben von Initiatorin Karin Walter-Mommert berichtet, soll es dem Wal immer besser gehen. Er singe viel und mache den Eindruck, dass er sich auf seine Heimat freue.
Der Peilsender, der auch unter Wasser funktioniere, soll indes am Donnerstagabend am Tier angebracht worden sein.
30. April, 19.07 Uhr: So wird "Timmy" im Inneren der Barge bewässert
Auf einem aktuellen Foto von Donnerstag ist zu sehen, wie Buckelwal "Timmy" im Inneren der Barge bewässert wird.
Zu seinem Schutz wurden zuvor bereits Sonnensegel angebracht, wie die Initiative mitgeteilt hatte.
30. April, 18.38 Uhr: Keine 100 Kilometer mehr bis zur dänischen Spitze
Am Freitagabend wird Buckelwal "Timmy" in Skagen erwartet. Wie der Seite "Vesselfinder" zu entnehmen ist, kommt die Flotte zugig voran.
Inzwischen sind es nur noch knapp 52 Seemeilen bis zum nördlichsten Punkt Dänemarks. Das entspricht rund 96 Kilometern.
30. April, 14.52 Uhr: Buckelwal "Timmy" jetzt auf Höhe der Insel Anholt
Die Flotte mit Buckelwal "Timmy" kommt weiter voran: Am frühen Donnerstagnachmittag sind die Barge und ihre Begleitschiffe ungefähr auf Höhe der Insel Anholt unterwegs.
Bis nach Skagen, dem nördlichsten Punkt Dänemarks, sind es noch rund 65 Seemeilen, das entspricht circa 121 Kilometern.
30. April, 10.12 Uhr: Weiteres Boot an "Timmys" Seite
Bislang hatten die "Fortuna B" und die "Robin Hood" "Timmy" auf seiner Reise in die Nordsee begleitet.
Wie auf Vesselfinder zu sehen ist, ist die Begleitflotte nun um das Fischereiforschungsschiff "Arne Tiselius" angewachsen.
30. April, 9 Uhr: Dänemark rettet gestrandete Meeressäuger nicht
Seit Dienstag ist "Timmy" in seiner Barge unterwegs Richtung Nordsee. Am Freitagabend soll er an der Nordspitze Dänemarks ankommen, so der Plan der privaten Rettungsinitiative.
Wäre der Buckelwal vor der Küste Dänemarks gestrandet, hätte man ihn nicht gerettet, teilte das dänische Umweltministerium mit. Strandungen seien ihrer Ansicht nach "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden.
30. April, 6.13 Uhr: Hier befindet sich "Timmy" jetzt
Der Transport ist in der Nacht weiter vorangeschritten. "Timmy" hat mittlerweile die dänische Insel Sjælland passiert, auf der sich auch die Hauptstadt Kopenhagen befindet, und fährt nun weiter in Richtung der schwedischen Westküste, wie auf Vesselfinder zu sehen ist.
Am Freitagabend wird er an der Spitze Dänemarks erwartet.
29. April, 20.19 Uhr: Waltransport erreicht Großer Belt
Der Timmy-Transport nimmt aktuell direkten Kurs auf die Meeresstraße zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland.
Im Sonnenuntergang geht es weiter in Richtung Nordsee.
29. April, 20 Uhr: Helfer wollen wieder zu Timmy ins Wasser
Angaben eines Mitglieds des Helferteams an Bord zufolge gehe es dem Wal "soweit ganz gut". Er bewege Flipper und Fluke, um sich zu stabilisieren. Seine Atmung sei stabil und regelmäßig (etwa alle 2,5 bis 4 Minuten), und auch sein Herz soll kräftig sein. Bislang war allerdings noch niemand direkt im Wasser beim Wal.
Für den nächsten Tag ist geplant, dass Tierärztin Anne Herrschaft und Walexperte Jeff Foster Timmy in seiner Barge untersuchen, um seinen Gesundheitszustand genauer zu beurteilen. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, da er vom Kapitän und den Einsatzbedingungen abhängt. Nach Informationen von NEWS5 müssen Herrschaft und Foster dafür mit einem kleinen Boot an das Ende der Barge gebracht werden.
Die Wetterbedingungen auf dem Weg Richtung Skagen seien sehr günstig (ruhige See, kaum Wind), sodass der Wal voraussichtlich innerhalb von etwa 48 Stunden ausgesetzt werden könnte – sofern sein Gesundheitszustand das zulässt. Vor der Entscheidung soll Timmy jedoch noch einmal gründlich untersucht werden.
29. April, 18.43 Uhr: Wo ist Timmy gerade?
Der Transportverband mit Timmy an Bord befindet sich aktuell auf Höhe der dänischen Insel Omø und setzt seine Fahrt mit einer Geschwindigkeit von 5,9 Knoten und bei einem Tiefgang von 4,5 Metern fort. Das Schiff bewegt sich damit weiterhin ruhig und gleichmäßig in Richtung Nordsee.
Der angegebene Zielhafen der "Fortuna B" – Hirtshals – soll laut VesselFinder voraussichtlich in etwa zwei Tagen erreicht werden.
29. April, 17 Uhr: Tierärztin lässt Timmy singen und sagt "Er will leben!"
Wie es Timmy tatsächlich auf der Barge geht, ist bislang unklar. Die Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies begleitet den Wal an Bord auf seinem Weg in die Nordsee und teilte am Nachmittag erneut die tiefen Laute des Tieres auf Instagram.
"Denkt immer an die Rinder, Schweine und Hühner, die nicht in solchen komfortablen Transportbehältnissen unterwegs sind wie Timmy!", mahnt sie, während sie nochmal Timmys Wasserbecken abfilmt.
Und weiter: "Timmy will leben! Aber vielleicht findet ihr ja Wal-Experten, die sagen, dass das Todesgesänge sind. Ich bin ja schließlich keine Wal-Expertin", so ihr abschließender etwas zynischer Kommentar.
29. April, 15.21 Uhr: Meeresmuseum warnt davor, Timmy im offenen Meer freizulassen
Das Deutsche Meeresmuseum warnt in einem Statement auf seiner Webseite eindringlich davor, den "geschwächten Buckelwal" einfach in der Nordsee auszusetzen. "Das Abladen des Tieres ins offene Meer birgt die Gefahr, dass er ertrinkt. Es ist sehr geschwächt und findet im offenen Meer keine Möglichkeit, sich abzulegen", heißt es deutlich.
Der Wal zeige ein auffällig passives Verhalten – für die Experten ein klares Zeichen für einen sehr schlechten Gesundheitszustand. Entsprechend gering seien seine Überlebenschancen. Zudem bedeute der Transport in der Barge enormen Stress für das Tier: Lärm von Schiffsmotoren, Schallreflexionen im Metallkörper und die Enge könnten sogar das empfindliche Gehör des Wals dauerhaft schädigen. Auch Verletzungen sind nicht ausgeschlossen.
Und selbst wenn "Timmy" wieder im offenen Meer landet, bleibt die Lage kritisch: Zu schwach, um sich zu orientieren oder Nahrung zu finden, könnte er dort kaum überleben. Eine echte Rettung wäre erst dann gelungen, wenn der Wal langfristig wieder selbstständig unterwegs ist und frisst.
Das Museum fordert deshalb volle Transparenz: Trackerdaten in Echtzeit, Videoaufnahmen und eine lückenlose Dokumentation sollen zeigen, ob die riskante Rettungsaktion tatsächlich eine Chance für den Wal bietet – oder sein Leiden verlängert. Gleichzeitig sehen die Experten den Fall als Weckruf für besseren Meeresschutz.
29. April, 13.52 Uhr: So ist der Plan mit "Timmy"
Aktuell befindet sich "Timmy" mit seiner Barge zwischen Lolland und Langeland. "Wenn alles gut läuft, ist er in 2 Tagen in der Nordsee. Das Allerschlimmste hat er jetzt schon hinter sich", erklärte Backhaus.
Anschließend soll er, so ist der Plan, ausgewildert werden. Experten halten dies für möglich, so Constanze von der Meden, Anwältin der Rettungsinitiative, die aber auch bestätigte, dass es eine Alternative gebe. "Plan B ist, dass er in eine Wal-Auffangstation kommt."
Die erklärte ebenfalls, dass die Informationen über den angebrachten GPS-Tracker nicht für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen werden. "Diese Information, wo sich der Wal befindet, befindet sich bei den Initiatoren. Wir wollen keinen Wal-Tourismus, der Wal soll seine Ruhe haben."
29. April, 13.43 Uhr: Till Backhaus berichtet über den aktuellen Stand
Backhaus zeigte sich Mittwochmittag auf einer Pressekonferenz äußerst glücklich: "Wir haben ein Stückchen Wal-Geschichte geschrieben." Er erklärte zudem, dass man sich in der Sache zwar gestritten habe, aber dennoch Lösungen gesucht und schließlich auch gefunden habe.
Mittlerweile ist die Barge mit "Timmy" in dänischen Gewässern angekommen, wie der Minister bestätigte. "Er liegt ruhig. Er hat heute Nacht angeblich auch vokalisiert. Es geht ihm gut." Bei der Bergung habe der Wal seinen Angaben nach auch keine Verletzungen erlitten.
Backhaus betonte, dass er immer an eine erfolgreiche Rettung geglaubt habe. "Zeitweise hatte man Zweifel, ob alles gut geht. Aber am Ende ist es Vertrauen und Verlässlichkeit", erklärte er, betonte aber: "Er war aus unserer Sicht erschöpft, er war desorientiert. Und die medizinische Sicht die war nicht ganz ohne."
Der Transport sei für den Buckelwal die letzte Chance gewesen, verdeutlichte Backhaus erneut.
29. April, 13.32 Uhr: So geht es der Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert
In einer Pressekonferenz hat sich Till Backhaus auch zu dem Zustand von Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert geäußert. Am Dienstag habe er nach eigenen Angaben noch mit ihrem Ehemann gesprochen.
Der Minister berichtete über das Gespräch: "Sie ist aus dem Koma erwacht. Es geht ihr aber schlecht. Sie ist noch einseitig gelähmt. Aber sie nimmt schon wieder Dinge wahr. ‚Das wird ein langer Weg‘, sagt ihr Mann, aber wir hoffen, sie wird schnell genesen."
29. April, 13.22 Uhr: Walforscher Fabian Ritter bleibt skeptisch
Meeresbiologe und Walforscher Fabian Ritter verdeutlichte, dass der geborgene Buckelwal "Timmy" bislang alle Erfahrungswerte der Wissenschaft sprenge. "Ja, es steckt Lebenswillen in ihm, keine Frage", erklärte er.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen, dass Großwale nach wiederholten Strandungen nur wenige Tage überlebt hätte, habe es die Empfehlung gegeben, den vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwal "in Würde sterben zu lassen und keine Rettungsmaßnahmen vorzunehmen", so Ritter. "Dass sich das anders und zu einem Drama ohne gleichen entwickelt, konnte keiner wissen."
Für den Meeresbiologen ist der Ausgang der Rettung noch völlig offen, denn der Transport sei Stress pur für "Timmy": "Wir wissen nicht, was das mit dem Wal macht."
Der Gesundheitszustand sei, und das würden auch die Befürworter der Rettungsaktion teilen, nicht gut. Das Tier habe sich in Netzen verfangen, sei wochenlang herumgeirrt und habe fünf Selbststrandungen hinter sich. "Das sind deutliche Zeichen, dass der Wal alles andere als fit ist."
Ritter sieht den Moment der Freilassung als entscheidend an. Der Wahl müsse neben genug Nahrung und normal schwimmen und tauchen können, um eine Chance zu haben. Ob er das könne, ist fraglich. "Von einer Rettung kann erst gesprochen werden, wenn der Wal über Wochen nach der Freilassung normales Verhalten zeigt", machte der Walforscher deutlich.
29. April, 12.13 Uhr: Sonnensegel soll Wal in Barge schützen
Der Verband befindet sich nun in dänischen Gewässern! Ein Mitglied der Initiative auf dem Schleppverband erklärte der dpa: Über der Barge mit dem Wal sei am Vormittag ein Sonnensegel angebracht worden, um den Wal zu schützen. Zudem werde er bewässert. Er floate und bewege die Flipper. Gefüttert werden solle der Wal allerdings nicht.
Die Informationen ließen sich zunächst jedoch nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Zuletzt waren Angaben zum Zustand des Wals häufig von Beteiligten gemacht worden, die keine ausgewiesene Expertise für Großwale besitzen. So sei weiterhin auch die kritische Perspektive zu betrachten.
29. April, 11.31 Uhr: "Timmy" soll bereits in der Nordsee freigelassen werden
Während zunächst noch die Überlegung im Raum stand, den Wal bis in den Atlantik zu bringen, steht nun offenbar fest, dass "Timmy" bereits in der Nordsee freigelassen werden soll. Wo genau, stehe noch nicht fest, sagte ein Mitglied der Initiative, das den Schleppverband begleitet, der dpa.
Auf dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband gegen 11 Uhr nördlich von Fehmarn ziemlich mittig zwischen der schleswig-holsteinischen Insel und der dänischen Insel Lolland.
Das Tier liegt während seines Transports in Richtung Nordsee in einem gefluteten Lastschiff und nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommens Umweltministerium auf einem Bett aus Sand. Das Tier sei dadurch sozusagen sein eigener Anker.
29. April, 10.45 Uhr: Experten des IWC üben Kritik
Die Freude über den Erfolg der Rettungsaktion ist nach wie vor groß. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Experten der Internationalen Walfangkommission (IWC) warnen vor einem Trugschluss.
"Das Tier scheint schwer geschädigt zu sein und dürfte selbst bei einer Verbringung in tieferes Wasser kaum überleben", hieß es vom dem zuständigen Expertengremium für Strandungen zu dpa. "Nach unserer Einschätzung bedeuten diese Maßnahmen, obwohl sie gut gemeint sind, eine erhebliche zusätzliche Belastung für ein Tier, das bereits schwer erkrankt ist, und bringen letztlich kaum Nutzen."
Der Buckelwal soll in dem Stahlbecken in einer tagelangen Fahrt Richtung Nordsee gebracht und schließlich ausgesetzt werden. Das IWC Strandings Expert Panel betonte, der Wal müsse dafür unbedingt mit einem Sender ausgestattet werden.
Bisher hieß es von der Privatinitiative nur, ein solcher Sender solle noch angebracht werden. Ohne Sender würde unbemerkt bleiben, wenn das Tier binnen Tagen oder Wochen nach dem Freisetzen stirbt.
29. April, 9.58 Uhr: Wal-Kolonne hat Meerenge zwischen Deutschland und Dänemark erreicht
Aktuell befindet sich der Verband aus Barge, "Fortuna B" und "Robin Hood" laut VesselFinder in der Meerenge zwischen Deutschland und Dänemark im Fehmarnbelt.
Dort ist die Wal-Kolonne allerdings nicht allein. Denn um "Timmy" herum herrscht derzeit reichlich Verkehr. Zahlreiche weitere Schiffe sind in der etwa 19-Kilometer breiten Meerenge unterwegs.
29. April, 8.20 Uhr: Barge hat den Schlepper gewechselt
Während die Barge samt Timmy bis vor Kurzem noch von der "Robin Hood" gezogen wurde, hat bereits um kurz vor 7 Uhr die "Fortuna B" übernommen. Das bestätigte ein Mitglied der privaten Initiative, das an Bord ist, der Deutschen Presse-Agentur.
Laut dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband gegen 8 Uhr weiterhin östlich vor Fehmarn. Nach Plänen der privaten Initiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.
Offen sei nach Angaben von Experten jedoch weiterhin, ob das Tier den Transport übersteht und in der Nordsee oder im Atlantik wieder in Freiheit leben kann.
29. April, 6.04 Uhr: Timmy ist weiterhin auf großer Reise
Es ist der erste Tag seit Wochen, dass Timmy nicht mehr in der Kirchsee nahe der Insel Poel liegt. Die Bucht ist leer. Doch das hat auch einen Grund: Am Dienstag gegen 14.40 Uhr hat der Buckelwal Geschichte geschrieben. Die tagelang geplante Rettungsaktion ist gelungen und das Tier hat es tatsächlich in die Barge geschafft.
Seitdem ist Timmy auf großer Reise. Noch am Dienstagabend ging es los Richtung Nordsee. Aktuell befindet sich die Timyflotte, bestehend aus der Barge, geschleppt von der "Robin Hood" und begleitet vom Forschungsschiff "Fortuna B" nordöstlich von der Insel Fehmarn.
Nach rund drei Tagen Fahrt ist im dänischen Skagen ein Gesundheitscheck geplant bevor es dann weiter in die Nordsee geht.
28. April, 21.52 Uhr: Dashcam zeigt Timmys Weg in die Freiheit
Der Live-Stream hat die Dashcam angeworfen!
Die Sicht zeigt nun das Bug des Schleppers, der den Wal in die Freiheit begleitet.
28. April, 21.39 Uhr: "Fortuna B" ebenfalls unterwegs
Auch der Schlepper "Fortuna B" ist unterwegs.
Laut Angaben befinden sich die Helfer auf dem Begleitfahrzeug.
28. April, 20.45 Uhr: Schlepper docken an, Robin Hood hat übernommen
Nachdem die Barge mit Passagier Timmy die Kirchsee verlassen hat, docken nun die Schlepper an.
Mit dem Gespann der Robin Hood wird der Wal nun final in die Nordsee transportiert, wo Timmy dann hoffentlich in die Freiheit entlassen werden kann.
28. April, 19.56 Uhr: Buckelwal Timmy geht auf große Reise
In diesen Momenten beginnt die Barge mit Timmy an Bord, sich in Bewegung zu setzen.
Bei Sonnenuntergang ist er auf dem Weg Richtung Nordsee. Damit wird der Wal die Bucht vor der Insel Poel nun hoffentlich für immer verlassen.
28. April, 19.42 Uhr: Fahrt des Wal-Transports weiterhin in Vorbereitung
Rund um den Wal gibt es wohl etwas Bewegung.
Zwei kleine Boote nähern sich der Barge. Noch scheint die nötige Wassertiefe allerdings nicht erreicht.
28. April, 18.44 Uhr: DLRG packt zusammen, Lage bei Timmy unverändert
Wie eine Reporterin vor Ort berichtet, packen die Helfer der DLRG aktuell ihre Sachen zusammen.
Ansonsten liege der Wal weiterhin in der Barge und warte auf seinen Abtransport. In den nächsten ein bis zwei Stunden solle diese außerdem wieder etwas höher gehängt werden. Der Pegel innerhalb des schwimmenden Beckens werde dadurch steigen, auf rund 1,60 bis 1,75 Meter.
28. April, 17.37 Uhr: Timmy liegt in der Barge
Wal Timmy liegt in der Barge.
Luftaufnahme zeigen, wie das Tier auf seinen Abtransport wartet.
28. April, 16.19 Uhr: Tierärztin Tönnies kritisiert Behörden deutlich
Für Timmy ist Dr. Kirsten Tönnies im T-Shirt einfach spontan ins Wasser gesprungen. Der Wal sei etwas wild geworden und habe "ausbrechen" wollen.
Mit der Aktion habe man eine Mauer bilden wollen - mit Erfolg. Timmy ist in der Barge. Inzwischen seien von ihr "mehrere Sandsäcke" an Last abgefallen. Doch feiern geht die Tierärztin des Rettungsteams heute nicht, sondern gleich zurück auf das Boot.
Doch davor richtet die Veterinärin noch eine lautstarke kritische Ansage in Richtung Ministerium. Aus ihrer Sicht könne es nicht sein, dass man dem Tierschutz behördlich so im Wege steht. "Ich sage: Es ist für mich wieder ein Lehrbeispiel, wie in Deutschland durch Behörden und Ministerien Tierschutz verhindert wird. Und wir müssen unsere Kräfte da viel mehr neu sortieren und anders ausrichten. Das ist nicht mehr hinzunehmen. Und dafür alleine hat sich das Ganze hier gelohnt. Damit man darüber spricht."
28. April, 15.55 Uhr: Technischer Leiter Bohnsack zitiert Oliver Kahn, Timmys Fahrt soll heute Nacht starten
Felix Bohnsack erklärte das geplante weitere Vorgehen.
Um Timmy nun in die Nordsee transportieren zu können, müsse die Barge ein wenig hochgepumpt werden. Man gehe davon aus, dass der Wechsel der Gewässer guttun und Timmys Zustand sich dadurch verbessern werden. Zwar könne er sich in dem Netz nicht frei bewegen, aber seine Muskulatur könne er durchaus auf die Freiheit vorbereiten. Etwa vier Tage brauche man indessen, um den Buckelwal in die Nordsee zu transportieren. Heute Nacht solle die große Reise beginnen.
Mit Blick auf die Skeptiker der Aktion fiel Bohnsack ein bekanntes Zitat des Ex-Nationalkeepers Oliver Kahn (56) ein: "Eier! Wir brauchen Eier!" Und die habe man bis jetzt ziemlich gut bewiesen. "Das kann ich im Namen der Initiative, der DLRG und natürlich des Ministeriums und Herrn Backhaus persönlich dazu sagen!"
28. April, 15.29 Uhr: Till Backhaus und Constanze von der Meden weinen vor Glück
Till Backhaus zeigte sich enorm erleichtert am Mikrofon. "Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich habe auf dem Schiff geweint", sagte der Minister zu der erfolgreichen Rettungsaktion von Timmy.
Backhaus dankte zunächst den beiden Geldgebern Walter Gunz und Karin Walter-Mommert - hätten diese beiden nicht an Timmy geglaubt, hätte man diesen Erfolg heute nicht feiern können, so der Politiker. Trotz aller Schwierigkeiten habe man sich letztlich gut eingespielt, ergänzte er. "Danke an die freiwillige Feuerwehr und DLRG. Und ja, viele Individualisten sind dabei gewesen, das ist die Wahrheit. Aber am Ende zählt das Ergebnis."
Dem konnte Constanze von der Meden - die Anwältin der Rettungsinitiative - nur zustimmen. "Die Bilder sprechen Bände. Er ist alleine rein geschwommen. Er hat uns gezeigt, er will leben. Wir wünschen ihm ganz viel Kraft nach Hause zu kommen." Auch sie bei dem entscheidenden Moment "voller Emotion und total berührt" gewesen. "Ich könnte anfangen zu weinen", so die Anwältin.
Wissenschaftler hatten Timmy abgeschrieben, betonte Backhaus außerdem. Gerade sie hätten aus seiner Sicht sehen sollen, wie Timmy alleine in die Barge geschwommen war und sich nun lebendig zeigt. "Ich persönlich wünsche ihm eine gute Reise! Es war eine hervorragende Idee. Er fühlt sich in der Barge pudelwohl, das habe ich gesehen. Wenn er seine Mutter wieder trifft, dann kriegt er Ärger, weil er falsch abgebogen ist", witzelte der Minister vor Erleichterung.
Dass der Transport in die Nordsee gelingt, diesbezüglich sei Backhaus guter Dinge. Schließlich würden die Verantwortlichen das nicht zum ersten Mal machen. Zudem sei das Experten-Team weiterhin mit dabei. Final erklärte er, dass die Rettung des Tieres aber erst der Anfang sei. Man müsse sich nun wichtigen Fragen stellen: "Wie gehen wir mit unseren Meeren um? Wie gehen wir mit unserer Umwelt um?"
28. April, 15.09 Uhr: Till Backhaus grinsend auf Boot
Till Backhaus ist die Freude über den Erfolg anzusehen!
Der Minister ist mit einem Boot auf dem Weg an Land, um sich den Kameras und Mikrofonen zu stellen.
28. April, 15 Uhr: Wie geht es Timmy?
Nach erfolgreicher Platzierung in der Barge, stellt sich die Frage: Wie geht es Buckelwal Timmy?
Es wird ein Statement erwartet, in dem diese sowie weitere offene Fragen beantwortet werden sollen.
28. April, 14.44 Uhr: Timmy ist in der Barge!
Die Rettungsaktion ist gelungen!
Timmy liegt in der Barge. Die Helfer trauen ihren Augen kaum, klatschen sich ab und jubeln! Vereinzelte Retter kämpfen mit Tränen der Rührung. Die Reise in die Nordsee kann somit starten.
Rund einen Monat nach Timmys erster Strandung auf einer Sandbank vor Niendorf soll er nun in die Freiheit begleitet werden.
28. April, 14.33 Uhr: Timmy bewegt sich!
Nach mehreren Anschubs-Versuchen durch die Helfer hat sich Timmy bewegt!
Mit etwas holprigen Bewegungen hat sich der Wal nach vorne bewegt. Das sorgt für Begeisterung bei den Helfern. Er ist nun ganz nah dran an der Barge. Laut Luftbildern sei er nur noch wenige Meter davon entfernt.
28. April, 14.15 Uhr: Retter weiterhin bei Wal
Einige Retter sind weiterhin bei dem Tier. Ab und an gibt Timmy ein paar Töne von sich.
Weit bewegt zu haben, scheint er sich allerdings aktuell nicht.
28. April, 13.46 Uhr: Einige Retter verlassen das Wasser
Nur wenige Minuten nach dem Anlauf wurde die Mission offenbar unterbrochen.
Die Helfer, die vor wenigen Minuten noch an den Gurten gezogen haben, sind nun zur Schwimmplattform zurückgekehrt. Dennoch sind einige andere Retter weiterhin im Wasser.
28. April, 13.41 Uhr: Helfer starten weiteren Anlauf
Nach wie vor sind Helfer im Wasser beim Wal.
Nach einer kurzen Pause unternehmen die Team-Mitglieder erneut einen Versuch, das Tier mithilfe von Gurten in Richtung Barge zu ziehen. Die Gurte sind nun wie eine Art "V" gespannt.
28. April, 13.16 Uhr: Retter weiterhin beim Wal im Wasser
Es scheint, als ob die Gurte am Tier augenscheinlich noch einmal neu positioniert werden. Nachdem der Wal gedreht wurde, soll er im nächsten Schritt in Richtung Barge gebracht werden.
28. April, 12.48 Uhr: "Timmy" um 180 Grad gedreht
Mittlerweile hat sich der Wal um rund 180 Grad gedreht! Die Maßnahme scheint allmählich Erfolg zu zeigen. Ob es "Timmy" tatsächlich heute noch vor Sonnenuntergang in die Barge schafft, bleibt abzuwarten.
28. April, 12.32 Uhr: Wal hat Position verändert
Die Retter versuchen den Wal mit den Gurten offenbar zu drehen. Immer wieder ist ein lautes "Zieht!" zu hören. Mittlerweile hat sich die Position des Wals auch deutlich verändert.
Der Meeressäuger hat sich um circa 90 Grad gedreht. Zudem sieht es so aus, ab ob weitere Helfer auf der anderen Seite von "Timmy" das Tier anfassen. Nachdem der Wal nun gedreht wurde, soll es weiter Richtung Barge gehen.
28. April, 12.09 Uhr: Team versucht weiterhin, das Tier zu bewegen
Die Lage ist unverändert. Immer wieder ziehen die Retter an den Gurten - allerdings weiterhin ohne Erfolg. Zwischendurch berät sich das Team im Wasser immer wieder.
28. April, 11.44 Uhr: Meeressäuger bewegt sich bislang kaum
Die Helfer sind weiterhin dabei zu versuchen, den Buckelwal mittels Gurten zu bewegen. Immer wieder legt das Team dabei kurze Pausen ein. Der Rettungsversuch dauert weiterhin an.
28. April, 11.17 Uhr: Helfer ziehen an den Gurten
Mit vereinten Kräften ziehen die Retter nun an den Gurten - bislang jedoch ohne Erfolg. Das rund 15 Tonnen schwere Tier hat sich durch die Aktion bisher nicht bewegt. Immer wieder gibt der Meeressäuger Laute von sich. Zudem hebt "Timmy" immer häufiger seine Fluke in die Luft.
28. April, 11.08 Uhr: Buckelwal bekommt Geschirr verpasst
Bislang lässt Timmy alles ruhig über sich ergehen. Er liegt zwischen den Wal-Helfern, die an ihm arbeiten. Zahlreiche Helfer stehen im Wasser. Mittlerweile ist zu erkennen, dass bereits etwas Zug auf den Gurten liegt.
28. April, 10.44 Uhr: Gurte bei "Timmy" angekommen
Die Gurte sind im Wasser! Mithilfe eines SUP-Boards wurden die Schläuche zu "Timmy" gebracht - bereit zum Einsatz. Im Livestream ist zu erkennen, wie die Helfer die Gurte entgegennehmen und offenbar in Kürze versuchen werden, diese am Tier anzubringen.
Die Gurte sind dazu da, den Meeressäuger zur Barge zu bringen. Pro Seite sollen dazu mindestens fünf Personen an den Schläuchen ziehen, um den Wal zu bewegen. Auch ein Polizeiboot ist nun vor Ort im Wasser ganz in der Nähe von "Timmy".
28. April, 10.34 Uhr: Retter beim Wal im Wasser
Einige Helfer sind nun nahe am Tier. Bisher ist jedoch noch nicht zu erkennen, ob das Gurtsystem bereits angebracht wird. Aktuell platzieren sich gleich mehrere Team-Mitglieder um den Wal herum. Sie arbeiten direkt am Tier. Mehrfach schlägt "Timmy" mit seiner Fluke.
28. April, 9.57 Uhr: Es geht los!
Das erste Boot mit den Rettern ist auf dem Weg zum Wal. In Kürze dürften die Gurte also am Tier angebracht werden. Es ist der Startschuss für die tagelang geplante Rettungsaktion.
28. April, 9.47 Uhr: Gefühlslage der Retter gemischt
Das Gurtsystem, das nun eingesetzt werden darf, wird auf ein Boot gebracht. Zudem gibt auch Tierärztin Kirsten Tönnies ihre Einschätzung ab. Die Gefühlslage sei gemischt. "Aber das wird heute", so die Expertin zuversichtlich. "Wir schaffen das".
Nun bereitet sich auch der Leiter des Retter-Tams vor. Er zieht seine Ausrüstung an und begibt sich in Kürze auf ein Boot in Richtung Wal. Auch Tönnies steigt mit aufs Boot.
28. April, 9.15 Uhr: Ministerium duldet Maßnahmen
Auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) gibt spontan ein Statement ab. Heute Morgen um 8 Uhr wurde eine Beurteilung des Gesundheitszustands des Wals durch die beiden Tierärztinnen vorgelegt. "Die Kernaussage ist, dass der Wal unter den tiermedizinischen Aspekten transportfähig ist", so der Politiker.
Auch die Atmung sowie das Herz des Tieres sei stabil. Lediglich eine leichte Bindehautentzündung an den Augen weise der Meeressäuger auf. Die Haut sei "weiterhin in guter Heilung", zitiert Backhaus das Gutachten. Das bedeutet: Die Maßnahmen werden geduldet - offenbar auch der Einsatz des Gurtsystems. Der Bergungsprozess soll möglichst zügig beginnen.
"Es ist heute ein Tag der Ruhe, der Besinnung und vielleicht haben wir Glück und dem Wal wird es gelingen, seine Reise anzutreten", zeigt sich der Minister hoffnungsvoll. Zunächst soll versucht werden, dem Wal das Gurtsystem anzulegen. Danach soll das Tier mit "Menschenkraft" zur Barge geführt werden.
"Die Gurte werden heute zum Einsatz kommen müssen. Anders wird es nicht funktionieren", stellt er abschließend klar. Bis Sonnenuntergang sollte es gelingen, den Wal auf der Barge zu haben.
28. April, 9.04 Uhr: Experten sind zuversichtlich
Ein Mitglied des Retter-Teams gibt ein kurzes Statement ab. "Er ist immer noch stark", so der Experte über den Buckelwal. Das Team sei weiterhin optimistisch, dass die geplante Aktion funktioniert.
28. April, 8.49 Uhr: Vorbereitungen laufen weiter
Helfer treffen weitere Vorbereitungen im Hafen. Derzeit werden Schläuche oder Gurte vorbereitet. Ob es sich dabei tatsächlich um die Gurte handelt, die "Timmy" letztendlich auf die Barge transportieren sollen, ist nicht ganz klar.
Sollten es tatsächlich die rettenden Gurte sein, handelt es sich dabei um Feuerwehrschläuche, bei denen die Metallenden abgeschnitten wurden. Diese wurden zunächst ausgemessen, nebeneinander gelegt und werden nun weiter vorbereitet. Ob der Einsatz der Gurte bereits genehmigt wurde, ist weiterhin offen.
28. April, 8.19 Uhr: Gurt wird offenbar noch geprüft
Die Besatzung der Barge ist offenbar auch schon rausgefahren. Derzeit werde offenbar noch der Gurt, mit dem der Buckelwal auf die Barge gebracht werden soll, von den Veterinären geprüft. Noch immer soll es dafür keine Genehmigung geben. Wann die Genehmigung kommen soll, ist nicht bekannt.
Sollte es funktionieren, dass der Buckelwal auf der Barge transpoertiert wird, soll „Timmy“ in Richtung Nordsee gebracht werden. Mittlerweile ist ein neuer Peilsender da. Dieser soll auf der Überfahrt an dem Tier angebracht werden. Entweder mit einer örtlichen Betäubung und Schrauben, oder mit Kabeln an der Finne.
28. April, 8.04 Uhr: Helfer legen Tücher auf den Buckelwal
Wie an den anderen Tagen auch, werden erneut Tücher auf den Rücken von "Timmy" gelegt. Zudem befeuchten Helfer das Tier wieder mit Wasser. Der Wal atmet und buckelt deutlich sichtbar.
28. April, 7.45 Uhr: Geht es gleich los?
Langsam tut sich etwas: Im Hafen sind nun die Mitglieder der Rettungsinitiative eingetroffen. Auch Minister Backhaus ist da. Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, wie sich das Team offenbar für das weitere Vorgehen bespricht.
Auch das erste Schiff der DLRG ist mittlerweile aufs Wasser gefahren, um sich einen Eindruck zum Zustand des Tieres zu verschaffen. Die weiteren Retter steigen ebenfalls nach und nach auf die Boote und machen sich auf den Weg zu "Timmy".
28. April, 7.24 Uhr: Minister Backhaus ist vor Ort
Während Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Montag nicht vor Ort war, gibt der Politiker direkt am Dienstagmorgen ein kurzes Statement ab. "Geplant ist heute, dass die Barge tatsächlich herkommt und der Versuch unternommen wird, das Tier auf das Transportmittel zu verlegen und es dann in die Nordsee zu bringen", erklärt er.
Sollte es heute tatsächlich losgehen, wolle Backhaus das Schiff begleiten. Im Hafen ist es aktuell noch ruhig. Am Montag hieß es eigentlich, dass die Maßnahmen heute gegen 7 Uhr starten sollen. Die Barge wurde noch am Montagabend von den Helfern an der Rinne platziert.
28. April, 7.20 Uhr: Buckelwal ist aktiv
Im Wasser sind bislang immer noch keine Helfer direkt beim Buckelwal. Doch das Tier zeigt sich weiterhin aktiv.
Sollte der Transport tatsächlich heute starten, ist laut Vorhersagen das Wetter günstig. Richtung Schleswig-Holstein könnte es am Dienstag einen Wind höchstens bis zur Windstärke 4 geben, hieß es vom Seewetteramt des DWD. Der Mittwoch werde in der Region "total schwachwindig", sagte ein Meteorologe. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) werden demnächst zudem keine außergewöhnlichen Pegelschwankungen vor Poel erwartet.
28. April, 6.10 Uhr: Kann "Timmy" heute gerettet werden?
Guten Morgen, "Timmy"! Bereits am frühen Morgen ist einiges los: Der Buckelwal liegt zwar noch immer im Ostsee-Wasser, zeigt sich jedoch anders als die anderen Tage aktiv. So pustet er immer wieder Wasser aus seinem Blasrohr.
Helfer waren bislang allerdings noch nicht im Wasser. Am Montag wurde angekündigt, dass "Timmy" heute nach langer Vorbereitung tatsächlich mithilfe der Barge geborgen werden soll.
Der Plan: Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies erklärte am Montag, dass der Buckelwal durch die gebaggerte Rinne selbst in die Barge schwimmen soll - unterstützt durch ein Gurtsystem. Ziel sei es, dieses Vorhaben so minimalinvasiv wie möglich durchzuführen. Grünes Licht für den EInsatz der Gurte gab es am Montag vom Ministerium aber noch nicht.