Notfall auf der Ostsee! Seenotretter helfen schwer erkranktem Seemann
Warnemünde - Mitten auf der Ostsee: In der Nacht zu Dienstag mussten die Seenotretter zu einer schwedischen Fähre ausrücken, da ein Seemann dringend medizinische Hilfe brauchte.
In der Nacht zu Dienstag rückten die Seenotretter der Station Warnemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus, um einen schwer erkrankten Seemann von der schwedischen RoRo-Fähre "Skane" zu holen.
Der Mann (61) musste dringend in ein Krankenhaus gebracht werden, um medizinisch behandelt zu werden, teilte die DGzRS mit.
Gegen 1.30 Uhr meldete sich der Kapitän der Fähre bei der deutschen Rettungsleitstelle See in Bremen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die schwedische Fähre bereits auf den Weg von Rostock nach Trelleborg (Schweden).
Doch ein schwer erkrankter Mann musste dringend in ein Krankenhaus.
Daraufhin wurde der Seenotrettungskreuzer "ARKONA" zur medizinischen Unterstützung angefordert. Außerdem begleiteten zwei Notfallsanitäter den Einsatz.
Schwer erkrankter Patient kommt ins Krankenhaus
Der Kapitän der "Skane" drehte um, um den Seenotrettern unter Höchstgeschwindigkeit entgegenzukommen. Rund viereinhalb Seemeilen (ungefähr acht Kilometer) vor Warnemünde stieg der Notarzt auf die Fähre über.
Nachdem dieser die Transportfähigkeit des Patienten überprüft hatte, übernahmen ihn die Seenotretter kurz vor 3 Uhr von der schwedischen Fähre.
Wegen der ruhigen See und des hellen Mondes verlief die Übergabe des Patienten von der 200 Meter langen Fähre an den 28 Meter langen Seenotrettungskreuzer problemlos.
Der 61-jährige Mann wurde an Bord der "ARKONA" von Notarzt und Notfallsanitäter betreut. Gegen 3.30 Uhr konnte der Mann in Rostock an einen Rettungswagen übergeben werden, der ihn in ein Krankenhaus brachte.
Anschließend setzte die schwedische Fähre ihre Fahrt nach Trelleborg nach der Übergabe des Seemannes fort.
Titelfoto: Die Seenotretter – DGzRS, Alexander Krüger

