Grömitz - Schreckmoment auf der Ostsee vor der schleswig-holsteinischen Küste: Für eine 70-jährige Seglerin endete ein Bootsausflug am Donnerstagnachmittag mit einem dramatischen Rettungseinsatz.
Gegen 14.50 Uhr setzte der Skipper einer Segelyacht den Notruf ab. Er und seine Frau befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 7,5 Kilometer östlich vor Kellenhusen auf der Ostsee.
Grund für den Notruf: Die 70-jährige Dame war zuvor von einem Insekt gestochen worden. Vermutlich erlitt sie einen allergischen Schock und klagte über akute, zunehmend starke Beschwerden. Die Lage spitzte sich zu, heißt es in einer Mitteilung der Seenotretter.
Glücklicherweise hielt sich ein Seenotrettungskreuzer ganz in der Nähe der Segelyacht auf. Sofort nahmen die Seenotretter Kurs auf das Boot. Nur etwa zehn Minuten nach dem Notruf trafen sie bei dem Ehepaar ein. Drei Rettungskräfte stiegen auf die Yacht über und begannen umgehend mit der medizinischen Erstversorgung.
Doch der Zustand der Patientin verschlechterte sich weiter. Zwischenzeitlich bestand sogar Lebensgefahr! Deshalb entschieden sich die Seenotretter, die Frau schnellstmöglich an Land zu bringen. Die Seglerin wurde an Bord der FELIX SAND übernommen und im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers weiter behandelt.
Seenotretter auf Ostsee im Einsatz: Ehepaar samt Segelyacht sicher zurück im Hafen
Mit Höchstgeschwindigkeit steuerte die Besatzung den Hafen von Grömitz an. Gegen 15.40 Uhr erreichte das Rettungsschiff schließlich den Hafen. Dort konnte die 70-Jährige stabilisiert und anschließend an den Rettungsdienst übergeben werden.
Währenddessen war ein weiteres Seenotrettungsboot zur Segelyacht geeilt. Da der Ehemann der Frau nun dort noch allein an Bord war, nahmen die Seenotretter die Yacht in Schlepp und brachten sowohl den Skipper als auch das Boot sicher nach Grömitz.