Tracker übermittelt Timmy-Signale! Backhaus sicher: "Der Wal lebt"
Hamburg/Schwerin - Noch immer ist Tage nach der spektakulären Rettungsaktion in der Ostsee unklar, wo sich Buckelwal "Timmy" befindet und wie es ihm geht. Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) und Investorin Karin Walter-Mommert (62) hatten nun gute Neuigkeiten.
Auch wenn es derzeit zwischen beiden Personen beziehungsweise dem Minister und der privaten Rettungsinitiative aufgrund der fehlenden Daten Knatsch gibt, so waren sie sich zumindest in einer Sache einig.
"Ich kann Ihnen heute sagen: Der Wal lebt!", erklärte Backhaus am Mittwochabend im NDR und wies damit die Spekulationen um den Tod des Tieres zurück. Hinweise darauf würde der Tracker liefern, der an "Timmy" angebracht ist.
Walter-Mommert bestätigte die Aussage des Politikers. Laut ihren Angaben wurden seit der Freilassung des Wales am 2. Mai insgesamt 25 Signale vom Tracker übermittelt. "Das, was wir bekommen, stimmt uns zuversichtlich", so die Investorin. Die Daten würden wiederholte Tauchgänge und Bewegungen des Ozean-Riesen zeigen.
Eine genaue Ortung sei aber noch nicht möglich, wie Walter-Mommert erklärte. Der Sender übermittle bislang keine Geodaten, sondern bislang nur Informationen über Bewegungen und Tauchverhalten. Den Standort wollte die Initiative aus Sicherheitsgründen aber sowieso nicht nennen.
Karin Walter-Mommert übt schwere Kritik an Freilassung von Buckelwal "Timmy"
Während die Retter also Daten haben, wartet das Ministerium in Schwerin immer noch darauf. "Warum, das müssen sie die Initiative fragen", ärgerte sich Backhaus, denn die Vereinbarung war eine andere. Er stellte auch klar, dass Behauptungen über den Tod nicht stimmen würden und wenn doch, fordere er Beweise ein.
Der SPD-Politiker erklärte zudem, dass externe Walexperten, mit denen er im Austausch sei, davon ausgehen, dass "Timmy" noch lebt. Laut Hinweisen soll er sich in Gebieten aufhalten, wo Möwen nach Nahrung suchen.
In dem Beitrag äußert sich Walter-Mommert erneut kritisch über die Freilassung des Tieres, die das Handeln vor Ort als "übergriffig" beschrieb. Generell sei ihr Team vom Zeitpunkt überrascht worden. Denn eigentlich sollte der Wal weiter Richtung Norden transportiert werden, da die Bedinungen dort besser gewesen wären. Aus ihrer Sicht ist die Rettungsmission auch noch nicht abgeschlossen.
Über den aktuellen Stand soll sie nach eigenen Angaben Backhaus mittlerweile informiert haben.
Titelfoto: Fotomontage: Philip Dulian/dpa, IMAGO / Marius Schwarz

