Wal-Kadaver wird obduziert: Was passiert mit den Überresten von "Timmy"?

Von Patricia Bartos

Anholt - Die Reste des Kadavers von Buckelwal "Timmy" auf der dänischen Insel Anholt werden voraussichtlich Anfang der kommenden Woche abtransportiert.

Die Obduktion des Wal-Kadavers hat am Donnerstagnachmittag begonnen, die Überreste sollen kommende abtransportiert werden.  © Kai Moorschlatt/dpa

Das sagte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung der Deutschen Presse-Agentur. Ein Abtransport der Container am Wochenende mache aufgrund eingeschränkter Öffnungszeiten der zuständigen Unternehmen wenig Sinn, hieß es.

Der Kadaver werde im Zuge der Obduktion in kleine Teile zerlegt, die dann in die vorbereiteten Container kommen, sagte Abildstrøm. Dann würden die Überreste aufs Festland gebracht und vernichtet.

Fachleute trafen am späten Nachmittag zur lange erwarteten Obduktion des Wals ein, der seit Wochen für Schlagzeilen sorgt. Bilder von vor Ort zeigten, wie das Team den gelb-bräunlichen Kadaver zunächst genau begutachtete und Notizen machte.

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Danach vermaßen die Fachleute das Tier, schnitten den Kadaver auf und begannen, ihn zu zerteilen und sein Inneres zu untersuchen.

Auch Proben für DNA-Analysen sollen genommen und das Geschlecht des Tieres bestimmt werden. Im Kern steht die Frage, woran der Wal gestorben ist.

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Einheimische wollen das Wal-Kadaver verschwindet

Der Wal wurde vermessen und es sollen Proben entnommen worden sein.  © Kai Moorschlatt/dpa

Noch vor Beginn der Obduktion hatte eine Sprecherin des Fährunternehmens Anholt Greena der dpa gesagt, der für heute oder morgen geplante Abtransport von der Insel sei auf unbestimmte Zeit verschoben.

Einheimische wünschen sich, dass der Wal möglichst bald verschwindet. Sie fürchten, er könnte Badegäste an dem beliebten Strand abschrecken.

Um die Verwertung von Wal-Kadavern kümmert sich in der Regel ein Verwertungsunternehmen wie Daka Dänemark. In einer Fabrik werden Überreste der Wale in einzelne Bestandteile getrennt, wie ein Sprecher zuletzt erklärte.

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Bislang habe das Unternehmen aber noch keinen Auftrag für die Verwertung des Kadavers erhalten, hieß es am Mittwoch.

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