Wird jetzt das Gas knapp? LNG-Tanker kann wegen Eis nicht einlaufen

Von Christopher Hirsch

Sassnitz - Das Eis vor Rügens Küste bereitet dem dortigen LNG-Terminal weiter Probleme. Nach einer Verschiebung des Anlaufs des Gastankers "Minerva Amorgos" fand dieser auch nicht wie zuletzt geplant am Donnerstagabend statt.

Die "Maran Gas Nice" stellt zurzeit die Versorgung mit Flüssiggas sicher, sollte aber eigentlich längst abgelöst werden.  © Philip Dulian/dpa

Stattdessen lag am Freitag weiterhin die "Maran Gas Nice" neben der "Neptune", die als schwimmendes Terminal dient. Der Hafen in Mukran und die Prorer Wiek davor sind von einer Eisschicht bedeckt.

Eine Anfrage an den Terminalbetreiber Deutsche Regas auch zu möglichen Auswirkungen auf die Gaseinspeisung blieb zunächst ohne Antwort. Am Donnerstag hatte ein Sprecher gesagt, das Einlaufen des Tankers "Minerva Amorgos" sei verschoben worden.

Demnach hätte das Schiff das Terminal eigentlich schon einige Tage zuvor anlaufen sollen. Erst sei allerdings der Wind ungünstig gewesen, und dann sei die Eislage hinzugekommen.

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Eigentlich würden die Slots am LNG-Terminal immer für eine Woche vergeben. Der aktuell am Terminal liegende Tanker "Maran Gas Nice" befinde sich inzwischen aber schon länger dort.

Demnach sollte eigentlich am Donnerstagabend versucht werden, die "Maran Gas Nice" durch die "Minerva Amorgos" abzulösen.

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Eis wird besonders vor Ostküste Rügens und vor Usedom vom Wind zusammengeschoben

Schlepper stecken im vereisten Hafen von Mukran fest.  © Philip Dulian/dpa

Nicht nur das Eis an sich, das laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) besonders vor der Ostküste Rügens und vor Usedom vom Wind weiter zusammengeschoben wird, stellt den Schiffsverkehr vor Herausforderungen.

Zudem sind auch schwimmende Tonnen, die etwa zur Markierung von Fahrwasser dienen, wegen der Eislage nicht auf Position oder sogar unter dem Eis.

Am Mittwoch hatte der größte deutsche Ostsee-Eisbrecher, die "Arkona", der "Minerva Amorgos" aus dem Eis geholfen. Der Gastanker fuhr danach auf eine Position weiter entfernt von der Insel ohne Eisdecke.

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Am Freitag bewegte sich die "Arkona" laut Schiffsortungsdiensten im Internet langsam stundenlang durch den Greifswalder Bodden und am Südosten Rügens vorbei und fuhr dabei lange Zeit einem Tanker und einem Frachter voraus.

Ob die "Arkona" demnächst nochmals in der Prorer Wiek eingreift, etwa um den dortigen Gastankern zu helfen, konnte eine Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee (WSA) zunächst nicht sagen.

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