Zweiter Wal vor Deutscher Küste gesichtet! Droht auch er zu stranden?
Flensburg - Vor der deutschen Ostseeküste sorgt ein zweiter Wal für ordentlich Tumult. Dieses Mal ist es jedoch kein Buckelwal, sondern ein schneeweißer Beluga-Wal, der zuletzt in den Flensburger Förden gesichtet wurde.
Gleich vorweg die Entwarnung: Belugawale sind in den Gewässern der Ostsee zwar sehr selten, aber keine Neuheit, heißt es in einem Bericht des "Nordschleswigers".
Normalerweise leben die schneeweißen Meeressäuger in arktischen und subarktischen Gewässern rund um Grönland und Spitzbergen. Hin und wieder "verirrt" sich der ein oder andere jedoch auch mal in südlichere Regionen.
So wurde der Weißwal bereits vor knapp einem Monat dabei beobachtet, wie er an der dänischen Küste entlang vorbei an Årøsund und der Insel Als schwamm. Zuletzt hatten Kameras ihn in den Flensburger Förden vor Ekensund gesichtet.
In einem Interview mit dem dänischen Fernsehsender "tv Syd" erklärt der Walforscher Carl Kinze, dass man keine Befürchtungen haben muss, dass den Belugawal dasselbe Schicksal ereilt wie dem Buckelwal "Timmy".
Die Weißwale sind dafür bekannt, sich gerne in Küstenregionen aufzuhalten. Zudem ist er zuversichtlich, dass der Meeressäuger wieder den Weg zurück in seine Heimatgewässer findet.
"Es sei denn, er verfängt sich in einem Netz der etwas Ähnlichem", fügt er hinzu.
Belugawal-Besuch gab es zuletzt 2012 in der Ostsee
Was genau den Meeresriesen in die Flensburger Förde führt, ist nicht bekannt. Ebenso ist unklar, wo der Rest der Beluga-Herde ist, da die Tiere normalerweise in Gruppen leben.
Historisch gesehen bekam die Ostsee bereits in den Jahren 1903, 1964, in den 1980er-Jahren und zuletzt 2012 Besuch von den "Kanarienvögeln des Meeres".
Titelfoto: 123rf/tpgimages
