Deshalb soll DDR-Kunst sichtbarer werden: "Ein Weg zum Verständnis der Menschen in Ostdeutschland"

Halle (Saale) - Um die Vielfalt der DDR ohne Vorurteile zu zeigen, Lücken in Beständen zu füllen und ostdeutsche Kunst im gesamtdeutschen Kontext sichtbarer zu machen, haben Kunsthistoriker finanzielle Mittel von Bund und Ländern gefordert.

Um DDR-Kunst sichtbarer zu machen, haben Kunsthistoriker finanzielle Mittel von Bund und Ländern gefordert. (Symbolbild)
Um DDR-Kunst sichtbarer zu machen, haben Kunsthistoriker finanzielle Mittel von Bund und Ländern gefordert. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa

Während der Konferenz "Ostdeutsche Kunst: Bestandsaufnahme und Perspektiven" seien in verschiedenen Fachvorträgen Ankaufsbudgets gefordert worden, erklärten die Veranstalter am Freitag in Halle.

"Ein Weg zum Verständnis der Menschen in Ostdeutschland und ihrer Geschichte führt über ostdeutsche Kunst. Hier gibt es noch viel zu entdecken und zu erforschen", sagte Ludger Weskamp (57), Vorstandsvorsitzender der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Die Veranstaltung wurde vom Ostdeutschen Sparkassenverband organisiert und fand am 14. und 15. September statt.

Mehr als 240 Menschen aus dem In- und Ausland seien nach Halle gekommen, um sich mit Kunst auseinanderzusetzen, die zwischen 1949 und 1990 in Ostdeutschland entstanden ist.

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Auch immer mehr junge Menschen setzten sich mit ihr und ihrer Wahrnehmung nach 1945 auseinander, so Weskamp.

Halle bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt

In Halle soll das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation entstehen - deshalb wurde die Stadt bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt.
In Halle soll das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation entstehen - deshalb wurde die Stadt bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt.  © Heiko Rebsch/dpa

Den Angaben der Veranstalter zufolge habe sich die Debatte um die Akzeptanz ostdeutscher Kunst in den vergangenen Jahren versachlicht. "Nun kommt es darauf an, das Thema der ostdeutschen Kunst in einem überregionalen Kontext perspektivisch neu auszurichten", sagte der Direktor des Dresdner Instituts für Kulturstudien, Paul Kaiser (62).

Nach Angaben der Veranstalter wurde Halle bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt, da hier das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation entstehen soll.

Insgesamt soll die Konferenz einen Beitrag zur Diskussion um Wege und Zielmarken der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbauprozesse in Ostdeutschland leisten.

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Unter anderem war April Eisman (51), eine Kunsthistorikerin aus den USA, Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (71, CDU) sowie der Leipziger Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich (56) auf der Konferenz zu Gast.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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