Geflügelpest in Sachsen-Anhalt: Zuchtanlage muss 20.000 Puten töten

Update vom 2. Februar

Die getöteten Tiere wurden am Donnerstag entsorgt.
Die getöteten Tiere wurden am Donnerstag entsorgt.  © Matthias Strauß

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenbestand im Landkreis Börde sind alle 20.000 Tiere getötet worden. Die Tiere würden am Donnerstag und Freitag sachgerecht entsorgt, teilte der Landkreis am Donnerstag mit.

Die Sperrung der Kreisstraße zwischen Wieglitz (Gemeinde Bülstringen) - wo die Krankheit ausbrach - und Uthmöden soll am Freitagvormittag aufgehoben werden.

Zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus wurde eine Schleuse errichtet, an der ein- und ausfahrende Fahrzeuge desinfiziert und dekontaminiert werden. Der Ausbruch war am Dienstag amtlich festgestellt worden.

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Doch dies war nicht der erste Fall: Der Tierpark Bad Kösen hatte aufgrund der Geflügelpest kurzfristig schließen müssen.

Originalmeldung vom 1. Februar

Wieglitz - In einer Putenzuchtanlage in Wieglitz (Landkreis Börde) müssen Tausende Tiere getötet werden.

Um das betroffene Gebiet wurde eine Schutzzone errichtet.
Um das betroffene Gebiet wurde eine Schutzzone errichtet.  © Matthias Strauß

Am 31. Januar wurde in der Anlage an einem Tier die Geflügelpest nachgewiesen.

Der Landkreis Börde hat daraufhin direkte Maßnahmen eingeleitet. Unter anderem wurde für die Ortschaften Wieglitz, Ellersell und Uthmöden eine Schutzzone errichtet. Dort gilt für Geflügel von nun an die Stallpflicht.

Damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet, müssen jetzt 20.000 Puten in der betroffenen Zuchtanlage getötet werden, teilte die Kreisverwaltung in Haldensleben mit.

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Für weitere Ortschaften im Umfeld wurde eine Überwachungszone eingerichtet. Geflügelhalter sollten schauen, ob sie ausreichend Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben.

Stellt ein Tierhalter in seinem Geflügelbestand eine erhöhte Anzahl an Todesfällen fest oder werden in der Natur tote Vögel entdeckt, bittet das Veterinäramt um Meldung. Auch unnormale Verhaltensweisen der Tiere können auf eine Erkrankung mit der Geflügelpest hinweisen.

In Wieglitz wurden nach einem Infektionsfall 20.000 Puten getötet.
In Wieglitz wurden nach einem Infektionsfall 20.000 Puten getötet.  © Matthias Strauß

Beobachtungen können unter der Telefonnummer 03904/72404318 und per E-Mail an veterinaer-lebensmittel@landkreis-boerde.de gemeldet werden.

Titelfoto: Matthias Strauß

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