Gemeinderat bremst Bau von Gewerbegebiet für tausende Arbeitsplätze: Suche nach neuem Standort startet

Kabelsketal - Nachdem die Pläne für ein 200 Hektar großes Gewerbegebiet bei Halle (Saale) ausgebremst worden sind, läuft eine neue Standortsuche.

Der Protest gegen den Bau des Gewerbegebiets "Star Park II" war groß - und letztlich erfolgreich. Der Gemeinderat entschied sich gegen das Projekt. Nun muss ein neuer Standort her.
Der Protest gegen den Bau des Gewerbegebiets "Star Park II" war groß - und letztlich erfolgreich. Der Gemeinderat entschied sich gegen das Projekt. Nun muss ein neuer Standort her.  © Jan Woitas/dpa

"Die Region braucht dringend attraktive Ansiedlungsflächen, um auch künftig für Investoren und damit für hoch qualifizierte Fachkräfte attraktiv zu sein", erklärte der Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak (parteilos), am Freitag.

Man halte mit der Stadt Halle an der Entwicklung eines gemeinsamen Industrie- und Gewerbegebietes fest.

Potenzielle Flächen sollten im ersten Quartal 2023 geprüft und bewertet sein, um die Grundlage für eine fundierte Entscheidung zu schaffen. Geplant ist, Fördermittel für den Strukturwandel im Zuge des Kohleausstiegs einzusetzen.

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Der Gemeinderat von Kabelsketal hatte sich vor wenigen Tagen gegen das geplante Gewerbegebiet "Star Park II" entschieden.

In der Gemeinde regte sich unter anderem wegen des zu erwartenden Verkehrsaufkommens, Lärms sowie Umweltbelastungen Widerstand gegen die Erweiterung des bestehenden "Star Park I".

Laut den Planungen war für den "Star Park II" mit rund 3000 Arbeitsplätzen gerechnet worden. Kabelsketal mit rund 9000 Einwohnern liegt zwischen Halle und Leipzig in der Nähe zur A14 und zum Flughafen Leipzig/Halle.

Halles Bürgermeister Egbert Geier erklärte, man akzeptiere die Entscheidung des Gemeinderates natürlich.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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