Sachsen-Anhalts MP Haseloff will Zukunftszentrum in Halle ansiedeln

Halle/Magdeburg - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) setzt auf Halle als Standort für das geplante Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation.

Fünf ostdeutsche Städte konkurrieren aktuell um das neue Zukunftszentrum Deutsche Einheit. Geht es nach Sachsen-Anhalts MP Reiner Haseloff (68, CDU), soll dieses in Halle entstehen.
Fünf ostdeutsche Städte konkurrieren aktuell um das neue Zukunftszentrum Deutsche Einheit. Geht es nach Sachsen-Anhalts MP Reiner Haseloff (68, CDU), soll dieses in Halle entstehen.  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

"Die Landesregierung unterstützt die Bewerbung der Stadt Halle, die ein idealer Ort für ein solches Zentrum ist", schrieb Haseloff in der "Mitteldeutschen Zeitung" (Mittwoch).

Das Zukunftszentrum sei ein "äußerst spannendes, vielversprechendes Projekt, um die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte wissenschaftlich und kulturell zu verarbeiten und vor allem Zukunftsperspektiven aufzuzeigen".

Haseloff betonte, den Menschen in den ostdeutschen Ländern seien mit der Wiedervereinigung und der Herausforderung des gesellschaftlichen Zusammenwachsens beispiellose Veränderungen abgefordert worden. "Dies wurde in Gesamtdeutschland zu wenig anerkannt und gewürdigt."

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Halles Bürgermeister Egbert Geier (SPD) betonte, die Bewerbung werde getragen von der ganzen Region, die in ihrer Geschichte häufig Transformation erlebt und aktiv gestaltet habe.

Fünf ostdeutsche Städte konkurrieren als Standorte um das Zukunftszentrum, die Entscheidung soll in diesem Jahr fallen. Den bisherigen Plänen zufolge soll ein Architekturwettbewerb folgen, das Zentrum soll dann bis 2028 fertig sein.

Die neue Institution soll die ostdeutschen Erfahrungen mit der Vereinigung würdigen und Lehren daraus nutzbar machen. Gesellschaftliche Umbrüche sollen aus künstlerischer und wissenschaftlicher Sicht beleuchtet werden.

Titelfoto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

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