Tausende Narren feiern bei Rosenmontags-Umzügen in Sachsen-Anhalt

Von Thomas Schöne

Halle - Bei strahlendem Sonnenschein haben Tausende Narren Straßenkarneval in Sachsen-Anhalt gefeiert. In Halle kamen nach Angaben der Polizei rund 11.000 Schaulustige zusammen.

Auch in Sachsen-Anhalt wurde der Rosenmontag mit Straßenkarneval gefeiert.
Auch in Sachsen-Anhalt wurde der Rosenmontag mit Straßenkarneval gefeiert.  © Heiko Rebsch/dpa

Unter dem Motto "Die Welt im Narrenspiegel" gab es in der Saalestadt ein stundenlanges Spektakel auf der neun Kilometer langen Feststrecke.

Zusammen mit dem Stadtprinzenpaar Lars I. und Nancy I. zogen auf der neun Kilometer langen Feststrecke 1500 Teilnehmer von 48 Vereinen und mit 70 Fahrzeugen durch die Innenstadt.

Rund acht Tonnen Süßigkeiten wurden von den Wagen geworfen. Anschließend gab es mit Gesang, Tanz und Büttenreden ein etwa zweistündiges buntes Programm auf dem Marktplatz.

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"Die karnevalistische Bewegung hier in Halle wächst von Jahr zu Jahr", sagte der Präsident des Halle Saalkreis Karneval Vereins (HSKV), Ingo Küßner. "Diesmal sind mit Thalheim und Dessau wieder zwei neue Vereine beim Umzug hinzugekommen."

Zugleich zeigte sich Küßner erleichtert, dass durch Gespräche mit der Stadt die Finanzierung des Rosenmontagsumzugs gesichert worden sei.

Karneval in Sachsen-Anhalt: Knapp 13.000 Menschen auf den Straßen

Halle und Köthen waren die Zentren für Narren.
Halle und Köthen waren die Zentren für Narren.  © Heiko Rebsch/dpa

Auch in Köthen war das Wetter eitel Sonnenschein und lockte Tausende Menschen auf die Straße. Das Motto hieß: "Märchenzauber überall, KUKAKÖ macht Karneval!"

Angeführt vom Kinderprinzenpaar Prinz Luca I. und Prinzessin Aliya I. schlängelte sich der närrische Zug im Schritttempo mit rund 2300 Mitwirkenden zum 35. Mal durch die Köthener Innenstadt.

Auf der rund zwei Kilometer langen Feststrecke waren 27 Vereine mit 104 Festwagen, Laufgruppen, Musikkapellen, Fanfarenzügen, Cabrios und Ponys unterwegs.

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Zu den Gästen aus der Landespolitik zählte unter anderem Wissenschaftsminister Armin Willingmann (62, SPD).

Immer wieder ertönte der Schlachtruf der Narren: "Ku-Ka-Kö!", was so viel heißt wie Kuh-Kaff-Köthen, eine Verballhornung und Erinnerung daran, dass der Ort einst ein zentraler Viehhandelsplatz war.

Titelfoto: Heiko Rebsch/dpa

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