West-Nil-Virus bei Pferd in Sachsen-Anhalt festgestellt!

Salzwedel - Im Altmarkkreis Salzwedel ist nach einem Fall im August nun erneut das West-Nil-Virus bei einem Pferd festgestellt worden.

Bei einem sechsjährigen Kaltblutwallach wurde der West-Nil-Virus festgestellt, das über Stechmücken übertragen wird.
Bei einem sechsjährigen Kaltblutwallach wurde der West-Nil-Virus festgestellt, das über Stechmücken übertragen wird.  © Uncredited/USDA Agricultural Research Service via AP/dpa

Das Friedrich-Loeffler-Institut habe die Infektion am vergangenen Mittwoch bei einem sechsjährigen Kaltblutwallach aus dem Raum Gardelegen nachgewiesen, teilte der Landkreis am Montag mit.

Zuvor habe das Pferd Symptome in Form von Fieberschüben und einem unklaren Gangbild gehabt.

Die Infektion mit dem West-Nil-Virus ist anzeigepflichtig. Es sind aber keine weiteren tierseuchenrechtlichen Maßnahmen vorgeschrieben, hieß es.

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Das ursprünglich in den Tropen beheimatete Virus gelangte den Angaben zufolge über Zugvögel nach Europa. Vögel seien die Hauptwirte des Virus', Stechmücken übertragen es.

Bei Pferden handele es sich um eine häufig symptomlos verlaufende Einzeltiererkrankung, teilte der Landkreis weiter mit. Schwere Verläufe könnten jedoch auch zum Tod der Tiere führen. Für Pferde stünden zugelassene Impfstoffe zur Verfügung.

Beim Menschen verläuft das West-Nil-Fieber nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) meist unauffällig.

Etwa jeder fünfte Infizierte entwickle eine grippeähnliche Erkrankung mit Fieber. Etwa einer von 100 Infizierten erkranke schwer. Daher gehen Experten von einer Dunkelziffer nicht erkannter Ansteckungen aus.

Titelfoto: Uncredited/USDA Agricultural Research Service via AP/dpa

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