Windkraft-Ausbau in Sachsen-Anhalt: Mehr Genehmigungen, wenig Inbetriebnahme

Magdeburg/Berlin - Der Ausbau von erneuerbaren Energien, vor allem der Windkraft, geht in Sachsen-Anhalt schleppend voran. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind vier neue Windräder in Betrieb genommen worden.

In Sachsen-Anhalt sind im ersten Quartal 2023 vier Windräder am Stromnetz angeschlossen worden. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt sind im ersten Quartal 2023 vier Windräder am Stromnetz angeschlossen worden. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Das geht aus vorläufigen Zahlen der Fachagentur Windenergie an Land hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlagen. Die neu installierte Leistung entsprach den Angaben zufolge 21 Megawatt.

Bei den im ersten Quartal 2023 erteilten Genehmigungen für geplante Windenergieanlagen entfielen 24 auf Sachsen-Anhalt. Deren Megawatt-Leistung bezifferte die Fachagentur mit insgesamt 147,8.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum befindet sich der Windenergieausbau im Land im Aufschwung. Denn: Im ersten Quartal 2022 hatte es zwischen Arendsee und Zeitz keine einzige Inbetriebnahme und lediglich neun Genehmigungen gegeben.

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Im gesamten Vorjahr waren in Sachsen-Anhalt 25 neue Windräder an den Start gegangen.

Laut Fachagentur liegt der Zubau im ersten Quartal bundesweit bei 117 neuen Anlagen mit 546 Megawatt Leistung.

295 Anlagen mit 1645 Megawatt Leistung seien in dem Zeitraum neu genehmigt worden, hieß es.

Im Norden gingen die meisten Windräder in Betrieb

Deutschlandweit sind der Fachagentur zufolge Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Spitzenreiter in Sachen Windenergie.

Allein in Schleswig-Holstein seien im ersten Quartal 29 neue Windräder in Betrieb genommen und 71 genehmigt worden. Hingegen weisen das Saarland, Berlin, Bremen und Hamburg für die ersten drei Monate kein Zubau- und Genehmigungsvolumen aus.

Die Bundesregierung hatte 2022 umfangreiche Gesetzesänderungen für einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen. Ziel ist es, den Anteil des Ökostroms am Stromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent zu steigern.

2022 waren es rund 47 Prozent.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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