250 Meter hoch! Hier wird Sachsens größtes Windrad aufgebaut

Waldenburg - Sachsens größtes Windrad steht. Am heutigen Donnerstag wurde es in Oberwiera bei Waldenburg (Kreis Zwickau) in unmittelbarer Nähe zur thüringischen Grenze errichtet.

Mächtig gewaltig: 169 Meter ragt das Windrad in den sächsischen Himmel. Zusammen mit den im Durchmesser 162 Meter großen Rotorblättern misst die Anlage 250 Meter.
Mächtig gewaltig: 169 Meter ragt das Windrad in den sächsischen Himmel. Zusammen mit den im Durchmesser 162 Meter großen Rotorblättern misst die Anlage 250 Meter.  © dpa/Bodo Schackow

Satte 169 Meter beträgt die Nabenhöhe, dazu kommt ein Rotordurchmesser von 162 Metern. Damit ragt die Windkraftanlage insgesamt 250 Meter hoch in den - am heutigen Donnerstag blauen - Winterhimmel.

Und ist in etwa genauso groß wie der Dresdner Fernsehturm. Sie soll schon ab Dezember jährlich rund 13 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Damit können rein rechnerisch 4000 Haushalte versorgt werden.

Bisher hielten zwei Anlagen im gerade einmal 13 Kilometer Luftlinie entfernten Zwickauer Ortsteil Mosel mit 244 Metern den Rekord. Das größte deutsche und gleichzeitig auch das größte Windrad der Welt steht derzeit in Gaildorf bei Stuttgart (Baden-Württemberg). Es misst 315 Meter.

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Aber es geht noch größer: Nach dem Entwurf eines Leipzigers bauen Spezialisten im Auftrag der Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) an zwei Prototypen mit einer Höhe von 380 Metern (Nabenhöhe: 300 Meter).

Hier wird gerade das erste Rotorblatt angebracht. Die 10 Millionen Euro teure Anlage soll ab Dezember 4000 Haushalte mit Strom versorgen.
Hier wird gerade das erste Rotorblatt angebracht. Die 10 Millionen Euro teure Anlage soll ab Dezember 4000 Haushalte mit Strom versorgen.  © dpa/Bodo Schackow

In Oberwiera ist indes schon das nächste XXL-Projekt am Start: Auf einem bisher landwirtschaftlich genutzten Areal soll ein Solarpark mit einer Größe von 44 Hektar entstehen. Abgesichert ist der Bau noch nicht. Ein Bürgerentscheid soll für Klarheit sorgen.

Titelfoto: dpa/Bodo Schackow

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