Der Rücken! Warum der Advent Sachsens Paketboten krank macht

Leipzig - Sie hucken täglich Hunderte Kilo, hetzen pausenlos Treppenstufen auf und ab: Paketboten und Kurierfahrer sind vor allem in der Vorweihnachtszeit im Dauerstress. Mit Folgen für ihre Gesundheit, wie der Berufsatlas der Barmer-Krankenkasse offenbart.

Ein DHL-Bote bei der Auslieferung von Paketen. In der Vorweihnachtszeit platzen die Transporter schier aus den Nähten.
Ein DHL-Bote bei der Auslieferung von Paketen. In der Vorweihnachtszeit platzen die Transporter schier aus den Nähten.  © imago images / Ralph Peters

Wenn der Online-Handel mit Rabatt-Aktionen lockt und auch noch Weihnachten vor der Tür steht, dann wissen sie, dass stressige Tage bevorstehen. Briefträger, Paketboten und Kurierfahrer gehen derzeit wieder an ihre Grenzen. Und das macht sich gesundheitlich bemerkbar.

"Beschäftigte der Lagerwirtschaft, Post- und Zustelldienste sind hierzulande überdurchschnittlich lange krankgeschrieben", weiß Monika Welfens, Landeschefin der Barmer Krankenkasse.

Wie aus deren Berufsatlas hervorgeht, waren Erwerbstätige der Zustellbranche in Sachsen im vergangenen Jahr 32,5 Tage krankgeschrieben. Berufsübergreifend liegt der Wert in Sachsen bei 25,4 Tagen. "Von 1000 Beschäftigten in dieser aktuell so stark geforderten Berufsgruppe fallen täglich fast 89 krankheitsbedingt aus", rechnet Welfens vor.

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Vor allem Rückenleiden führen in der Branche mit im Schnitt rund 8,9 Krankheitstagen zu hohen Fehlzeiten. Danach folgen psychische Erkrankungen. "Dauerhafter Stress und Zeitdruck im Job haben Auswirkungen auf die Gesundheit", so Welfen.

Sorgt sich um die Gesundheit der Paketzusteller: Sachsens Barmer-Chefin Monika Welfens.
Sorgt sich um die Gesundheit der Paketzusteller: Sachsens Barmer-Chefin Monika Welfens.  © Montage: Holm Helis + imago images / Ralph Peters
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Neben den Arbeitgebern sieht die Barmer-Chefin auch die Shopping-Kunden in der Verantwortung und fordert gerade jetzt einen maßvollen Umgang mit Post- und Lieferdienstleistungen.

Titelfoto: imago images / Ralph Peters

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