Halbes Jahr nach Fund eines toten Babys in Rewe-Tüte: Mutter identifiziert!

Mügeln/Leipzig - Mehr als ein halbes Jahr nach dem grausigen Fund eines toten Säuglings im nordsächsischen Mügeln konnte der Fall nun offenbar abgeschlossen werden.

Der tote Säugling war Ende März an einem Parkplatz in Mügeln gefunden worden. Sofort begannen die intensiven Ermittlungen.
Der tote Säugling war Ende März an einem Parkplatz in Mügeln gefunden worden. Sofort begannen die intensiven Ermittlungen.  © Frank Schmidt

Im Rahmen intensiver Ermittlungen habe eine 26-jährige Deutsche als Mutter des verstorbenen Jungen identifiziert werden können, teilte die Polizei am Freitag mit. Demnach wurde zunächst wegen des Tatverdachts des Totschlags gegen sie ermittelt.

Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung sowie verschiedenen Zeugenaussagen habe man der Frau nicht nachweisen können, für den Tod des Babys verantwortlich zu sein.

Mangels hinreichenden Tatverdachts wurde das Verfahren dahingehend Ende September eingestellt.

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Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen wurden derweil nicht bekannt.

Der tote Junge war am frühen Morgen des 23. März in einer Rewe-Einkaufstasche neben dem Parkplatz des Kleingartenvereins "Am alten Bahndamm e.V." in der Kleinstadt im Landkreis Nordsachsen gefunden worden.

In dieser Einkaufstasche hatte sich die Leiche des Jungen befunden, als eine Hinweisgeberin ihn fand.
In dieser Einkaufstasche hatte sich die Leiche des Jungen befunden, als eine Hinweisgeberin ihn fand.  © Polizeidirektion Leipzig

Damals waren die Ermittler davon ausgegangen, dass diese bereits einige Tage vorher dort deponiert worden war, da aus der Tüte bereits intensiver Verwesungsgeruch gedrungen war

Titelfoto: Bildmontage / Frank Schmidt / Polizeidirektion Leipzig

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