In sächsischer Cannabis-Fabrik startet der Probebetrieb

Radeburg - Vier gut bestückte Indoor-Plantagen im Landkreis Meißen! Was normalerweise Polizei und Staatsanwalt auf den Plan rufen würde, ist in Ebersbach ganz legal.

Die Pflanzen im Forschungsanbau sehen schon sehr üppig aus.
Die Pflanzen im Forschungsanbau sehen schon sehr üppig aus.  © dpa/Demecan

Dort begann jetzt das Pharmaunternehmen Demecan mit dem Probebetrieb der Cannabis-Zucht für medizinische Zwecke.

"Die ersten Pflanzen sind da", sagte Geschäftsführer Constantin von der Groeben (37).

Daraus würden nun Mutterpflanzen gezüchtet, mit denen dann der kommerzielle Anbau in den nächsten Wochen gestartet wird.

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Es werde so lange selektiert, bis man zwei Sorten gefunden habe, die für den Anbau von medizinischem Cannabis am besten geeignet seien.

Die Indoor-Plantagen entstanden in einem ehemaligen Schlachthof. Anfang 2022 sollen die ersten Blüten geerntet und ausgeliefert werden. Geplant sind 990 Kilo pro Jahr. Rund 80 Mitarbeiter kümmern sich um die Pflanzen.

Aber Obacht! Dieses Rauschmittel ist ausschließlich für medizinische Zwecke gedacht. Seit 2017 können sich Patienten Cannabis verschreiben lassen, etwa zur Schmerzlinderung bei Schwerkranken.

Dr. Constantin von der Groeben (v.l.n.r.), Jörg Sellmann, Dr. Cornelius Maurer, Dr. Adrian Fischer, die Geschäftsführer der Firma Demecan, vor dem Firmengebäude, in dem nun bei Meißen Cannabis angebaut wird.
Dr. Constantin von der Groeben (v.l.n.r.), Jörg Sellmann, Dr. Cornelius Maurer, Dr. Adrian Fischer, die Geschäftsführer der Firma Demecan, vor dem Firmengebäude, in dem nun bei Meißen Cannabis angebaut wird.  © dpa/Matthias Rietschel

"Joint-Fans" haben in Ebersbach schlechte Karten: Die vier speziell entwickelten Hallen, die je 1000 Pflanzen fassen, sind laut Betreiber ausreichend gesichert!

Titelfoto: dpa/Demecan

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