Nach Tod von Wiktoria (†16): Mutmaßlicher Mörder aus Psychiatrie entlassen

Großröhrsdorf - Dieser Fall schockierte Mitte September ganz Deutschland. Die Schülerin Wiktoria (†16) wurde im sächsischen Großröhrsdorf mit schweren Stichverletzungen in einem Garagenhof entdeckt. Tatverdächtiger: ein 15-jähriger Mitschüler. Dieser ist nun wieder auf freiem Fuß.

Wiktoria wurde am 15. September mit Stichverletzungen aufgefunden, im Krankenhaus starb sie wenig später.
Wiktoria wurde am 15. September mit Stichverletzungen aufgefunden, im Krankenhaus starb sie wenig später.  © Montage: xcitePress, privat

Der Haftrichter steckte den 15-Jährigen, der nur wenige Meter vom Tatort entfernt lebt, in eine Psychiatrie.

Doch wie die "Bild"-Zeitung jetzt berichtet, wurde er aus der psychiatrischen Einrichtung in Arnsdorf entlassen, weil die Ärzte bei dem Teenager keine psychischen Auffälligkeiten festgestellt haben sollen.

Mittlerweile soll der Jugendliche in einem Betreuten Wohnen untergebracht worden sein, kann sich dort unter der Aufsicht von Betreuern frei bewegen.

Ministerin Köpping zu Fackel-Protest: "Widerwärtig und unanständig"
Sachsen Ministerin Köpping zu Fackel-Protest: "Widerwärtig und unanständig"

Wiktoria war am 15. September nach einem Hinweis schwer verletzt in einem Garagenkomplex gefunden worden. Rettungskräfte versuchten noch, das junge Mädchen zu reanimieren, im Krankenhaus erlag sie letztlich ihren schweren Stichverletzungen.

Am 23. September wurde schließlich der 15-jährige Tatverdächtige festgenommen. Die Polizei durchsuchte daraufhin das elterliche Haus des Schülers. Gestanden hat er die Tat bislang nicht. Die Ermittlungen laufen weiter - auch weil die Tatwaffe noch immer fehlt.

Die Schülerin wurde gut zwei Wochen nach der Tat in ihrer Heimat in Polen beigesetzt.

Titelfoto: Montage: xcitePress, privat

Mehr zum Thema Sachsen: