Enkel hätte tödlichen Unfall verursacht: Betrüger wollen 140.000 Euro von Oma

Klingenthal - Die Betrüger geben nicht so schnell auf! Im Vogtland haben Täter nun wieder mit sogenannten Schockanrufen versucht, Geld zu ergaunern. Bei der Polizei wurden zwei neue Fälle gemeldet.

Betrüger wollten im Vogtland von zwei älteren Damen mit Hilfe von Schockanrufen Geld erbeuten, doch die Frauen gingen nicht darauf ein. (Symbolbild)
Betrüger wollten im Vogtland von zwei älteren Damen mit Hilfe von Schockanrufen Geld erbeuten, doch die Frauen gingen nicht darauf ein. (Symbolbild)  © 123RF/rioblanco

Beide Anrufe ereigneten sich am Dienstag in der Mittagszeit im Revierbereich Auerbach-Klingenthal.

Zunächst erhielt eine ältere Dame in Klingenthal einen Anruf von einer Unbekannten. Wie die Polizei mitteilte, gaben sich die Täter als Tochter der Frau aus und berichteten, dass die Frau einen tödlichen Unfall verursacht hätte und nun die Hilfe ihrer Mutter benötigen würde.

"Als die ältere Dame angab dies zu prüfen, legte der Teilnehmer am anderen Ende der Leitung auf und das Gespräch war beendet", so ein Polizeisprecher.

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Nur wenig später meldeten sich die Täter bei einer anderen älteren Frau mit einer ähnlichen Masche.

Diesmal hatte nicht die Tochter, sondern ein Enkelkind einen tödlichen Unfall verursacht hätte.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

"Um von einer Anzeige gegen den Enkel abzusehen, sollte die Dame einen erheblichen Betrag von rund 140.000 Euro zahlen. Um dieser Geschichte noch mehr Wahrheitsgehalt zu verleihen, bestätigte ein angeblicher Polizist am anderen Ende der Leitung den Vorfall", berichtet die Polizei.

Die Damen ließ sich aber nicht so leicht aufs Glatteis führen und kontaktierte ihren Enkel. Sie kam der Forderung der Unbekannten nicht nach.

Die Polizei warnt nochmals vor solchen oder ähnlichen Anrufen, bei denen mithilfe einer Schocknachricht Geld ergaunert werden soll. "Geben Sie niemals persönliche Daten, wie beispielsweise Bankverbindungen oder Kontodaten heraus. Falls sie derartige Anrufe erhalten, halten Sie umgehend Rücksprache mit dem zuständigen Polizeirevier in ihrer Nähe und geben sie kein Geld an Fremde heraus", so die Polizei.

Erst in der vergangenen Woche hatte es in Chemnitz, Aue und Neumark ähnliche Fälle gegeben. Die Opfer gingen aber nicht auf die Masche ein, sodass kein Schaden entstand.

Titelfoto: 123RF/rioblanco

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