Schwerer Crash im Vogtland: Zweifacher Auffahrunfall nach Kollision mit Wildschwein

Plauen - Zu einem heftigen Unfall mit hohem Sachschaden kam es am Freitagmorgen in Plauen (Vogtland).

Nach einem Zusammenstoß mit einem Wildschwein krachten zwei weitere Autos in den verunfallten VW. (Symbolbild)
Nach einem Zusammenstoß mit einem Wildschwein krachten zwei weitere Autos in den verunfallten VW. (Symbolbild)  © Susann Prautsch/dpa

Am frühen Freitagmorgen war ein 27-jähriger VW-Fahrer auf der Alten Theumaer Straße (b169) unterwegs. Kurz nach dem Abzweig Großfriesen stieß er mit einem Wildschwein zusammen, das die Fahrbahn überquerte.

Ein darauf folgender 46-jähriger Skoda-Fahrer sowie eine 30-jährige Skoda-Fahrerin bemerkten den Unfall zu spät und es kam zu einem zweifachen Auffahrunfall.

Die Fahrer blieben alle unverletzt. Das Wildschwein überlebte jedoch den Unfall nicht. Alle drei Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizeiangaben auf etwa 35.000 Euro.

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Die B169 war für die Bergungsarbeiten knapp zwei Stunden gesperrt.

Die Polizei warnt vor Wildwechsel

Im Landkreis Zwickau und Vogtlandkreis registrierte die Polizei in der Vergangenheit pro Jahr durchschnittlich rund 1500 Wildunfälle. Im Oktober und November steigt die Zahl der Wildunfälle jedes Jahr an. Und auch in diesem Jahr erhöht sich mit der Zeitumstellung am 30. Oktober wieder die Wildunfallgefahr.

Doch wie verhält man sich als Auto- oder Motorradfahrer in Wildwechselgebieten richtig? Dabei gilt grunsätzlich: Runter vom Gas! Je schneller das Fahrzeug, desto weniger Zeit zum Reagieren. "Wer beispielsweise mit Tempo 60 statt 80 fährt, verkürzt dem Bremsweg um über 30 Meter", erklärt die Polizei Zwickau.

Auch die vorherrschenden Straßenverhältnisse wie feuchtes Laub und Matsch können den Bremsweg verlängern. Wenn sich dann doch ein Wild auf der Fahrbahn befindet, solltet ihr abbremsen, abblenden und gegebenenfalls hupen, um das Tier zu verjagen.

Nach einem Zusammenstoß muss zuerst die Unfallstelle gesichert und die Polizei informiert werden. Dem verletzten Tier sollte man sich lieber nicht nähern: Gerade ein Wildschwein kann Menschen auch verletzt noch sehr gefährlich werden.

Titelfoto: Susann Prautsch/dpa

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