Tigerpython, Leguan & Co.: Das wilde Leben im Tiergarten Falkenstein

Falkenstein - Tierisch was los ist nicht nur in Großstadt-Zoos - auch in unserer Region gibt es etliche Tierparks und Aquarien, Falknereien und Bauernhöfe, die echte Geheimtipps für spannende Besuche in Familie sind. In der neuen TAG24-Serie "Unsere tierischen Lieblinge" stellen wir Ihnen einige Adressen vor, bei denen sich ein Besuch lohnt. Teil 1: der Tiergarten Falkenstein.

Im Tropenhaus gibt es kleinere Affenarten zu bestaunen.
Im Tropenhaus gibt es kleinere Affenarten zu bestaunen.  © Sven Gleisberg

Klein, aber oho: Der Tiergarten Falkenstein im Vogtland ist ein echter Hingucker.

Mit liebevoll gestalteten Gehegen, vielen Spiel-, Streichel- und Knobelmöglichkeiten für Kinder ist die rund zweieinhalb Hektar große Anlage der ideale Familien-Zoo. Zu sehen gibt's 45 Arten und etwa 165 Einzeltiere.

Der Tiergarten grenzt direkt an den Stadtpark. Im Gründungsjahr 1953 gehörte der Park noch zur Tierpark-Fläche, danach wurde ein Teil des Geländes abgegeben. "Die Anfänge liegen in Auerbach. Damals war das eine Art Schulzoo", erzählt Tiergarten-Chef Michael Gottschald (57).

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Wenige Meter hinter dem Eingang begrüßen Weißbüschelaffen die Besucher. Daran angrenzend befindet sich das Tropenhaus - für den kleinen Zoo ein echtes Highlight. "Früher gab's sogar mal ein Aquarium", sagt Gottschald.

Im Tropenhaus tummeln sich Dutzende Reptilien wie Leguane, Tigerpython, Chamäleon und Wasserschildkröten bei mollig-warmen Temperaturen. Demnächst entstehen in den Lagerräumen weitere Gehege, die bereits gesteinsartig ausgebaut wurden.

Michael Gottschald zeigt auf das Schaufenster aus Panzerglas: "Das haben wir von der Sparkasse bekommen."

Tiergarten-Chef Michael Gottschald (57) gibt einen Einblick in die kommenden Erweiterungen des Zoos.
Tiergarten-Chef Michael Gottschald (57) gibt einen Einblick in die kommenden Erweiterungen des Zoos.  © Sven Gleisberg

Den Besucher erwartet auch in Zukunft viel Neues

Tierpflegerin Catherina Heckel (32) füttert die Kamele. Sie sind die größten Tiere im Tiergarten.
Tierpflegerin Catherina Heckel (32) füttert die Kamele. Sie sind die größten Tiere im Tiergarten.  © Sven Gleisberg

Ebenfalls weiter in den Fokus rücken Veranstaltungen. Neben dem Tropenhaus wird gerade ein alter Bauwagen aufgemotzt. "Hier soll eine Zoopädagogin künftig Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen." Weitere Formate seien denkbar.

Bis 2023 neu gebaut wird der Eingangsbereich. Kasse und Imbiss sollen verbunden werden. "Zu bestimmten Zeiten nimmt dann ein Automat die Eintrittsgelder ein."

In der Mitte des Tiergartens lädt ein "Hochstand" zum Verweilen ein und bietet gleichzeitig einen tollen Überblick - auch dieses Projekt wurde erst vor Kurzem umgesetzt. Kinder fahren besonders auf die alte Scheune ab, die "Haustiere" wie Schafe und Kaninchen beherbergt. Nicht weniger beliebt ist das begehbare Streichelgehege.

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Die Hängebauchschweine ziehen aktuell auch die Blicke der Erwachsenen an. Vor rund einem Monat gab's achtfachen Nachwuchs! Die größten Zoo-Tiere sind die Kamele. "Die haben wir sogar nachgezogen und einen Hengst hinzugewonnen", sagt Gottschald.

Jedes Jahr erfreuen sich rund 40.000 Besucher an den Tieren. Einschließlich Kindergartenbesuche sind es sogar 50.000.

Die Hängebauchschweine haben vor wenigen Wochen Nachwuchs bekommen.
Die Hängebauchschweine haben vor wenigen Wochen Nachwuchs bekommen.  © Sven Gleisberg

Das Wichtigste in Kürze

Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr (April bis Oktober) und 10 bis 16 Uhr (November bis März)

Eintritt: Kinder 2,50 Euro, Erwachsene 5 Euro

Adresse: Allee 9, 08223 Falkenstein

Weitere Infos: www.stadt-falkenstein.de

Auch Kängurus sind im Tiergarten Falkenstein zu Hause.
Auch Kängurus sind im Tiergarten Falkenstein zu Hause.  © Sven Gleisberg

Die Bären-Brüder sind der Publikumsmagnet

Für die beiden Bären-Brüder sind Honigmelonen eine willkommene Abwechslung.
Für die beiden Bären-Brüder sind Honigmelonen eine willkommene Abwechslung.  © Sven Gleisberg

Björn und Martin (beide 3), zwei Amerikanische Schwarzbären, sind der ganze Stolz des Falkensteiner Tiergartens.

Nach dem Tod der Braunbären sind die beiden erst vergangenen November eingezogen. Mittlerweile haben sie sich gut eingelebt. Wer ganz viel Glück hat, kann sie tanzen sehen. Noch sind die zwei Schwarzbären etwas schüchtern. Kein Wunder, vor einem Dreivierteljahr haben sie noch bei ihrer Mutter in den Niederlanden gelebt.

"Da unsere alten Bären gestorben sind, wollten wir neue, um das schöne Gehege wieder zum Leben zu erwecken", sagt Tiergartenleiter Michael Gottschald. Sie ernähren sich von pflanzlicher Kost wie Früchten, Nüssen oder Gräsern. Auch auf Gebäck oder Eis im Sommer fahren die Brüder ab.

Von Tierpflegerin Catherina Heckel (32) gibt's auch mal eine Melone: "Die holen sie sich aus dem Wasser und tanzen manchmal, wenn sie sie in der Hand haben."

Schwarzbären sind vor allem in Nordamerika verbreitet. Zu ihren natürlichen Feinden gehören - neben Menschen - die größeren Grizzlybären.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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