Verfassungsschutz: Neonazis aus Sachsen ziehen in den Krieg

Plauen - Neonazis, vermutlich aus Sachsen, wollen im Putin-Krieg gegen die Ukraine mitmischen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bestätigte nun einen TAG24-Bericht vom 2. März.

Für martialische Aufmärsche sind die Neonazis vom III. Weg bekannt (hier 2018 in Plauen). Jetzt wollen einige Extremisten offenbar in der Ukraine kämpfen (Archivbild).
Für martialische Aufmärsche sind die Neonazis vom III. Weg bekannt (hier 2018 in Plauen). Jetzt wollen einige Extremisten offenbar in der Ukraine kämpfen (Archivbild).  © Jan Woitas/dpa

Auf Anfrage erklärte die Behörde: "Dem BfV liegen vereinzelte Hinweise auf erfolgte Ausreisen von Extremisten aus Deutschland in die Ukraine vor." Ob sich die Sympathisanten des rechtsextremistischen Asow-Regiments bereits an Kämpfen beteiligen, sei aber nicht sicher.

Damit bestätigt der Verfassungsschutz eine Aussage der Linken-Landesgeschäftsführerin Janina Pfau (38) aus Plauen. Sie hatte bereits vor Tagen erklärt, "dass schon einige Mitglieder des III. Wegs in die Ukraine gefahren sind".

Eine verstärkte Ukraine-Debatte von Rechtsradikalen in den sozialen Medien beobachtet das Landesamt für Verfassungsschutz. Dabei sympathisierten Teile der rechtsextremistischen Parteien NPD sowie Der III. Weg "tendenziell mit Ultra-Nationalisten in der Ukraine". Andere rechte Gruppen wie Freie Sachsen oder AfD hielten eher zu Putin.

Der III. Weg mit Sitz in Rheinland-Pfalz hat vor allem im Vogtland Rückhalt. Hier ist die Partei sogar im Kreistag vertreten.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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