Sachsen: Pflegeheimkosten steigen, doch nicht alle Erhöhungen sind rechtens

Leipzig - Pflegebedürftige in Heimen müssen künftig noch mehr für ihre Versorgung zahlen. Die ersten Schreiben von Pflegeeinrichtungen, die Entgelt-Erhöhungen ankündigen, erreichten jetzt Bewohner von stationären Pflegeheimen oder deren Betreuern.

311.000 Menschen in Sachsen sind pflegebedürftig. In den Heimen steigen die Preise. (Symbolbild)
311.000 Menschen in Sachsen sind pflegebedürftig. In den Heimen steigen die Preise. (Symbolbild)  © Jana Bauch/dpa

Die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) warnt: Nicht alle diese Erhöhungen sind rechtens!

Micaela Schwanenberg (51) von der VZS rät den Betroffenen, die Forderungen sowie die Heimverträge genau zu prüfen. Vielmals werden da Kosten aufsummiert, die so nicht geltend gemacht werden dürften.

Die Anhebung der Entgelte ist ein Politikum, damit steigen erneut die Eigenanteile der Bewohner. Über 311.000 Menschen in Sachsen sind pflegebedürftig.

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Laut dem Verband der Ersatzkassen zahlen sie in sächsischen Heimen im ersten Jahr im Schnitt 2387 Euro Eigenbeteiligung pro Monat (2. Jahr 2129 Euro/ nach dem 3. Jahr 1548 Euro).

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken, Susanne Schaper (45) fordert: "Die Eigenanteile müssen auf einen Höchstbetrag begrenzt werden."

Titelfoto: Jana Bauch/dpa

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