Sachsens Genossenschaften beklagen hohe Baukosten

Dresden - Die sächsischen Wohnungsgenossenschaften beklagen die hohen Baukosten. "Es ist bitter: Wir investieren 1,6 Millionen Euro pro Tag in unsere Bestände und erhalten weniger Leistung dafür als im Geschäftsjahr 2022", sagte die Chefin des Verbands sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG), Mirjam Philipp (57).

Der Neubau schwächelt - die Baukosten sind derzeit einfach zu hoch.
Der Neubau schwächelt - die Baukosten sind derzeit einfach zu hoch.  © imago/Jochen Tack

Ihren Angaben zufolge investierten die Mitgliedsunternehmen 2023 insgesamt 600 Mio. Euro - und damit 25 Mio. Euro mehr als im Vorjahr.

Die meisten Ausgaben flossen in Instandhaltung (344,4 Mio. Euro) und Modernisierung (192,8 Mio. Euro). Der Neubau blieb aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin auf niedrigem Niveau (63,1 Mio. Euro).

Der Spagat zwischen günstigen Mieten und Refinanzierung der Investitionen werde immer schmerzhafter, so Philipp.

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Dennoch seien die Mieten in den vergangenen zehn Jahren nur um 1,7 Prozent gestiegen.

VSWG-Vorstand Mirjam Philipp (57): nur 1,7 Prozent Mietsteigerung in den letzten zehn Jahren. Das sei "Hochleistungssport" angesichts der immer schwieriger werdenden Lage.
VSWG-Vorstand Mirjam Philipp (57): nur 1,7 Prozent Mietsteigerung in den letzten zehn Jahren. Das sei "Hochleistungssport" angesichts der immer schwieriger werdenden Lage.  © Thomas Türpe

Der Verband repräsentiert mit 294.583 Wohneinheiten für rund eine halbe Million Menschen genau 21 Prozent der Mietwohnungen in Sachsen. Die Umsatzerlöse lagen 2023 bei 1,47 Milliarden Euro.

Titelfoto: imago/Jochen Tack

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