Sachsens Landarzt-Suche stockt: Kaum einer will in die Provinz

Dresden - Gegen den Ärztemangel auf dem Land stemmt sich der Freistaat Sachsen seit Jahren. So fördert etwa das sächsische Sozialministerium von Petra Köpping (64, SPD) mit dem Hausarztstipendium frühzeitig engagierte Humanmediziner. Doch es ist einfach nur traurig: Für die Kohle vom Land gibt es kaum Bewerber...

Giuliano Bandiko untersucht Gerda Schmidt (76). Der Medizinstudent möchte als Landarzt Karriere machen.
Giuliano Bandiko untersucht Gerda Schmidt (76). Der Medizinstudent möchte als Landarzt Karriere machen.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Das Förderprogramm richtet sich an Studierende, die eine verbindliche Studienplatzzusage haben oder im 1. bis 6. Fachsemester an einer deutschen Universität (vorrangig in Sachsen) eingeschrieben sind.

Um die Unterstützung zu bekommen, müssen die Stipendiaten zusichern, dass sie sich künftig in Sachsen niederlassen möchten.

Im Gegenzug überweist der Freistaat jeweils 1000 Euro monatlich (im Zeitraum der Regelstudienzeit), damit sich die angehenden Mediziner auf ihr Studium konzentrieren können.

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Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte: "Es werden 20 Stipendien pro Jahr vergeben. Die Bewerbungsfrist für den aktuellen Jahrgang war bis zum 15. November. Es gab zehn Bewerber." Davon wurden acht Bewerber angenommen, wiederum zwei davon sind Nachrücker.

Das Sozialministerium von Petra Köpping (64, SPD) hat mehrere Initiativen gestartet, um junge Mediziner für die Arbeit in Landarztpraxen zu gewinnen.
Das Sozialministerium von Petra Köpping (64, SPD) hat mehrere Initiativen gestartet, um junge Mediziner für die Arbeit in Landarztpraxen zu gewinnen.  © Petra Hornig

Das Ministerium zog Konsequenzen. Es verlängerte die Bewerbungsfrist. "Studierende können sich nun bis 31. März für ein Stipendium bewerben", heißt es.

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