Trauriger Rekord! In Sachsen wird besonders oft zwangsgeräumt

Leipzig - Eine Zwangsräumung der Wohnung ist für die Betroffenen ein Desaster. Sachsen liegt in einem Bundesländervergleich dabei vorn: Im Jahr 2023 sind im Freistaat 2278 Wohnungen zwangsgeräumt worden.

Für knapp 2300 Sachsen kam der Umzug letztes Jahr unfreiwillig.
Für knapp 2300 Sachsen kam der Umzug letztes Jahr unfreiwillig.  © picture alliance/dpa

Das teilte das Bundesjustizministerium auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Caren Lay (52) mit. 2022 waren es 2265 Zwangsräumungen. Die häufigste Ursache dafür, dass Menschen ihre Wohnung verlieren, sind laut Lay Mietschulden.

Nur in Nordrhein-Westfalen (8998 Fälle, aber auch 18,15 Millionen Einwohner), Bayern (2774) und Niedersachsen (2501) lagen die absoluten Zahlen noch höher, wobei in letzterem Bundesland zum Teil nicht zwischen Räumungen von Wohnungen und Gewerberäumen unterschieden wurde.

In Rheinland-Pfalz, das ähnlich viele Einwohner wie Sachsen hat, war die Zahl der Zwangsräumungen dagegen nur halb so hoch.

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Dort wurden im vergangenen Jahr 1125 Wohnungen zwangsgeräumt. Bundesweit stieg die Zahl der Zwangsräumungen von 29.057 im Jahr 2022 auf 30.275 im vorigen Jahr.

Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay (52).
Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay (52).  © picture alliance/dpa
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Die Miet- und Wohnungsbauexpertin der Linken forderte eine Deckelung der Mieten und einen stärkeren Kündigungsschutz. Die Bundesregierung habe es verpasst, Mieterinnen und Mieter besser zu schützen, kritisierte Lay.

Titelfoto: picture alliance/dpa

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