Eine der steilsten Straßen in Sachsen wird entschärft: So gehen die Arbeiten voran

Kriebstein - Eine der steilsten Straßen in Sachsen wird derzeit entschärft: der Burgberg in Kriebstein. Nach einem guten halben Jahr liegen die Arbeiten voll im Plan.

Die K8215 gehört zu den steilsten Straßen in Sachsen.
Die K8215 gehört zu den steilsten Straßen in Sachsen.  © Kristin Schmidt

Wie der Landkreis Mittelsachsen mitteilte, wurden seit dem Baustart Ende 2023 unter anderem eine neue Felssicherung in Form eines Netzes vorgenommen, eine neue Trinkwasserleitung im Bereich "Am Schlossberg" verlegt und eine neue Versickerungsanlage angelegt. Zudem wurde die Straße im unteren Bereich zurückgebaut.

"Derzeit liegen die Schwerpunkte beispielsweise auf der Verlegung eines Kabels im Rahmen des Breitbandausbaus und des Baus eines Regenwasserkanals. Außerdem erfolgen Archäologiegrabungen und der Geländeaufbau im unteren Bereich", so ein Sprecher des Landkreises.

Die Kreisstraße 8215, die an der Burg Kriebstein vorbeiführt und mehr als 20 Prozent Gefälle hat, wird auf einer Länge von insgesamt rund 500 Metern saniert. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres dauern und die Kosten liegen bei rund 3,3 Millionen Euro.

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Neben den bereits ausgeführten Arbeiten sollen in den kommenden Monaten noch ein Parkplatz und ein Gehweg entstehen, es werden verschiedene Kabel für Beleuchtung und Breitbandausbau verlegt. Auch der enge Kurvenbereich wird entschärft, in dem das Längsgefälle und der Kurvenradius entschärft werden.

Während der Bauarbeiten ist die Burg Kriebstein nur fußläufig aus Kriebethal erreichbar.

Der Burgberg in Kriebstein wird noch bis Jahresende saniert.
Der Burgberg in Kriebstein wird noch bis Jahresende saniert.  © Kristin Schmidt

Sanierung seit Jahren in Planung

Für Autofahrer gibt es eine Umleitung über die S200, die B175 und die S36 über Altgeringswalde, Harthaer Kreuz und Waldheim.

Zum Baustart im vergangenen Herbst sagte Landrat Dirk Neubauer über die überwundenen Schwierigkeiten bei der Planung der Sanierung:

"Seit mehr als 15 Jahren befindet sich der Burgberg in der Verantwortung des Landkreises und seitdem beschäftigen wir uns mit der Sanierung. Es galt, zahlreiche Hürden zu überwinden – von Grundstücksangelegenheiten bis zum Planfeststellungsverfahren. Ich freue mich sehr, dass wir nun mit dem Vorhaben beginnen können."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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