Zehn Jahre nach Hochwasser: Talsperre bekommt neuen Pegel

Neuhausen - Die Rauschenbach-Talsperre hat an einem ihrer Zuflüsse einen neuen Zuflusspegel bekommen. Der alte Pegel wurde vor zehn Jahren beschädigt. Nun wurde der Neue in Betrieb genommen.

Der Zuflusspegel in Neuwernsdorf.
Der Zuflusspegel in Neuwernsdorf.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Alexander Preiß

Der Pegel befindet sich in Neuwernsdorf, einem Ortsteil von Neuhausen (Landkreis Mittelsachsen) am Wernsbach. Der Grenzbach zur Tschechischen Republik ist einer der Zuflüsse der Talsperre. Beim Hochwasser 2013 wurde der Pegel beschädigt, sodass er komplett neu gebaut werden musste.

Der neue Pegel ist aus Beton und wurde mit Natursteinen verkleidet. Außerdem hat er ein größeres Messgerinne, als das alte Bauwerk. Neben dem Pegel musste auch ein neues Pegelhaus gebaut werden.

"Damit sind nun sowohl gewässerkundliche als auch betrieblich relevante Messungen möglich", teilte die Landestalsperrenverwaltung mit.

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Zusätzlich erklärt die Behörde weiter, dass der Neuwernsdorfer Pegel für die korrekte Steuerung der Talsperre besonders wichtig sei. Zudem stehe er in einem der wenigen Einzugsgebiete, die kaum vom Menschen beeinflusst werden.

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten starten konnten, musste der Wernsbach in Tschechien zeitweise verlegt werden. Danach wurden zunächst die alten Anlagen abgerissen. Nach Abschluss der Bauarbeiten kam der Bach zurück in sein eigentliches Bett.

Talsperre für Trinkwasserversorgung wichtig

Am Wernsbach, einem Zufluss der Rauschenbach-Talsperre mussten der Pegel und das Pegelhaus neu gebaut werden.
Am Wernsbach, einem Zufluss der Rauschenbach-Talsperre mussten der Pegel und das Pegelhaus neu gebaut werden.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Alexander Preiß

"Da der Wernsbach ein Grenzgewässer ist, wurde das Projekt gemeinsam mit den zuständigen tschechischen Behörden und dem tschechischen Grenzgewässersekretariat abgestimmt. Die Gewässerachse des Baches ist gleichzeitig die deutsch-tschechische Staatsgrenze. Deshalb wurde das Landesamt für Geobasisinformation Sachsen als Kontrollinstanz zur Einhaltung der Gewässerachse einbezogen", teilte die Landestalsperrenverwaltung mit.

Der Neubau kostet rund 580.000 Euro und wurde aus Mitteln des Freistaats finanziert.

Die Rauschenbach-Talsperre gehört zum Talsperrenverbundsystems Mittleres Erzgebirge – Osterzgebirge und ist für die Trinkwasserversorgung der Regionen Chemnitz, Freiberg und Dresden wichtig.

Titelfoto: Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Alexander Preiß

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