Feuer-Drama kurz vorm Fest: Familie bleibt auf 100.000 Euro Kosten sitzen

Kirchberg - Für eine Familie in Kirchberg (Landkreis Zwickau) ist das Weihnachtsfest gelaufen. Am Montagabend gingen ihre drei Fahrzeuge samt Carport in Flammen auf.

Fürchterliches Drama vor dem Fest: Bianca (35) und Mutter Ramona Bauer (56) vor ihren abgebrannten Autos in Kirchberg.
Fürchterliches Drama vor dem Fest: Bianca (35) und Mutter Ramona Bauer (56) vor ihren abgebrannten Autos in Kirchberg.  © Kristin Schmidt

Doch Ramona Bauer (56) sowie ihre Töchter Bianca (35) und Rebecca (18) haben auch einen Grund zur Dankbarkeit. Ohne ihre aufmerksamen Nachbarn Klaus (61) und Edith Hummel (74) hätten sie sterben können.

Das Feuer loderte bereits an ihrer Hauswand in der Kurt-Eisner-Straße. Die drei Bewohnerinnen und ein Sohn bekamen die Gefahr nicht mit, saßen vor dem Fernseher. Glücklicherweise bemerkten es die Hummels gegenüber: "Wir wollten zu Bett gehen, da sahen wir die Flammen, riefen den Notruf und bei den Bauers an, sagten: 'Alle raus aus dem Haus!'"

Für den Carport kam die Feuerwehr zu spät. Es verbrannten ein altes Mercedes-Cabrio CLK 320 und ein Renault Twingo. Die Mutter braucht Hilfe: "Ich habe einen behinderten Jungen und kann ihn nicht mehr fahren."

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Tochter Bianca hat durch den Verlust ihres Mitsubishi L200 ebenfalls ein Problem: "Ich betreue Pferde in meinem Stall in Weißbach und komme nicht mehr hin." Unversehrt blieb ein nicht fahrbereites Golf I Cabrio.

Zwei Fahrzeuge haben keine Kaskoversicherung. So wird Familie Bauer auf einem Teil des Schadens in Höhe von rund 100.000 Euro sitzen bleiben. Ramona Bauer kann sich dennoch ein Lächeln abringen: "Hauptsache, meine Kinder leben."

Edith (74) und Klaus Hummel (61) hatten das Feuer entdeckt, Bewohner und Feuerwehr alarmiert. Ihr Enkel Nils (7) zeigt auf den Brandort.
Edith (74) und Klaus Hummel (61) hatten das Feuer entdeckt, Bewohner und Feuerwehr alarmiert. Ihr Enkel Nils (7) zeigt auf den Brandort.  © Kristin Schmidt
Großeinsatz für die Feuerwehr: Das brennende Carport bedrohte auch Wohnhäuser.
Großeinsatz für die Feuerwehr: Das brennende Carport bedrohte auch Wohnhäuser.  © Niko Mutschmann

Die Brandursachenermittler der Kripo wühlten Stunden im Brandschutt. Nach ersten Ergebnissen könnte das Feuer durch heiße Asche im Mülleimer der Familie entstanden sein. Der Behälter stand hinter den Autos. Die Ermittlungen gehen weiter.

Titelfoto: Niko Mutschmann

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