Zwickau zittert um Jobs: Kommt die Rettung aus Taiwan?

Zwickau - Die Region Zwickau steht unter Druck. Der VW-Standort wankt, viele Mitarbeiter und Zulieferer fürchten um ihre Jobs. Jetzt soll gegengesteuert werden: Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wollen in Ostasien nach Lösungen suchen.

Das VW-Werk in Zwickau steht vor großen Herausforderungen - der E-Auto-Markt in Deutschland wird zunehmend von chinesischen Autofirmen dominiert. Die große Frage: Wie geht es für den Zwickauer Autostandort weiter?
Das VW-Werk in Zwickau steht vor großen Herausforderungen - der E-Auto-Markt in Deutschland wird zunehmend von chinesischen Autofirmen dominiert. Die große Frage: Wie geht es für den Zwickauer Autostandort weiter?  © picture alliance/dpa

Taiwan gilt als einer der wichtigsten Hightech-Standorte der Welt. Vor allem bei Mikrochips und moderner Elektronik ist die Insel absoluter Spitzenreiter. Ohne die Technik aus Taiwan stehen in Europa die Produktionsketten still.

Genau deshalb reist eine Delegation aus Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern nach Ostasien. Das Ziel: Kontakte für die Region Zwickau knüpfen und von Taiwan lernen.

Der gebürtige Zwickauer und Bundestagsabgeordnete Carsten Körber (46, CDU) leitet die Delegation. Unter anderem begleiten ihn Zwickau-Landrat Carsten Michaelis (CDU), Jens Hertwig von der IHK-Regionalkammer Zwickau und Andreas Fohrmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zwickau.

Glauchauer Jugendhilfe im Visier von Neonazis
Zwickau Glauchauer Jugendhilfe im Visier von Neonazis

Die Delegation wird sich unter anderem mit lokalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politischen Vertretern austauschen. Dabei sollen auch wirtschaftliche Ideen für die Region Zwickau gesammelt werden. Zudem stehen Hochschulkooperationen im Fokus.

Taipeh: Die taiwanesische Hightech-Metropole gilt als Vorbild für Mikroelektronik und Innovation - hier will die Delegation aus Zwickau Ideen für die Region Zwickau sammeln.
Taipeh: Die taiwanesische Hightech-Metropole gilt als Vorbild für Mikroelektronik und Innovation - hier will die Delegation aus Zwickau Ideen für die Region Zwickau sammeln.  © 123rf/ sepavo
Carsten Körber (46, CDU) sitzt seit 2013 im Bundestag. Er leitet die Delegation.
Carsten Körber (46, CDU) sitzt seit 2013 im Bundestag. Er leitet die Delegation.  © Tobias Koch

Vorbild Taiwan: Region Zwickau soll lernen und langfristig profitieren

Zwickau-Landrat Carsten Michaelis (CDU) will neue Impulse aus Taiwans Hightech-Welt nach Zwickau bringen.
Zwickau-Landrat Carsten Michaelis (CDU) will neue Impulse aus Taiwans Hightech-Welt nach Zwickau bringen.  © Uwe Meinhold

"Für den Landkreis Zwickau ist es entscheidend, die Chancen des Strukturwandels aktiv zu nutzen. Die Reise nach Taiwan eröffnet uns neue Impulse für die regionale Wirtschaft und Partnerschaften, von denen Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger langfristig profitieren", sagt Landrat Carsten Michaelis.

Taiwan ist für viele Länder ein Vorbild, wenn es um Technologie, Tempo und Innovation geht. Diese Erfahrung will die Delegation einsammeln - die Region soll davon profitieren. Denn nachhaltige Ideen könnten Zwickau und Umgebung neuen wirtschaftlichen Schub bringen.

"Unser Ziel ist es, Lösungen für den Strukturwandel in der Region Zwickau voranzutreiben", sagt Delegationsleiter Carsten Körber.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/ sepavo, picture alliance/dpa, Uwe Meinhold

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