Mutmaßlicher Räuber auf der Flucht: Verfolgungsjagd endet mit mehreren Verletzten

Aumühle - Am Sonntagabend endete eine Verfolgungsjagd der Polizei in Schleswig-Holstein mit mehreren Kollisionen und Verletzten.

In Oststeinbek sei der Flüchtige schließlich durch Zivilkräfte gestoppt worden. Das Fluchtauto, wie auch ein ziviler Streifenwagen, seien dabei stark beschädigt worden.
In Oststeinbek sei der Flüchtige schließlich durch Zivilkräfte gestoppt worden. Das Fluchtauto, wie auch ein ziviler Streifenwagen, seien dabei stark beschädigt worden.  © Lars Ebner

In den letzten Monaten kam es in Reinbek und Umgebung zu mehreren Raubüberfällen auf Tankstellen und Spielotheken.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei jetzt mitteilten, konnten zivile Polizeibeamte gegen 21.45 Uhr einen 26-jährigen Tatverdächtigen in Aumühle feststellen, der auf dem Weg zu einer Tankstelle war.

Als die Beamten den Mann ansprachen, rannte dieser zu einem Wagen und flüchtete; die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, hieß es weiter.

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Rund eine halbe Stunde später sei der Verdächtige mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen haltenden Linienbus geprallt - geschätzter Schaden: rund 3500 Euro. Nichtsdestotrotz fuhr der 26-Jährige weiter.

In Oststeinbek sei er schließlich kurz darauf durch Zivilkräfte gestoppt worden. Das Fluchtauto, wie auch ein ziviler Streifenwagen, seien dabei stark beschädigt worden. Der Sachschaden werde auf 26.000 Euro geschätzt.

Ersten Ermittlungen zufolge sei der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen. Außerdem habe der Verdacht auf Einfluss von Betäubungsmitteln bestanden.

Zurzeit befände sich der mutmaßliche Räuber noch im Polizeigewahrsam. Im Laufe des Tages würden weitere Maßnahmen durch die Staatsanwaltschaft Lübeck geprüft und in die Wege geleitet.

Rettungskräfte am Einsatzort.
Rettungskräfte am Einsatzort.  © Lars Ebner

Polizei kracht bei Flucht in Auto von 21-Jährigen

Die Nissan-Fahrerin und ihre Mitfahrerin wurden verletzt.
Die Nissan-Fahrerin und ihre Mitfahrerin wurden verletzt.  © Lars Ebner

Laut Mitteilung sei im Rahmen der Verfolgungsfahrt ein weiteres ziviles Polizeifahrzeug zu Schaden gekommen, als eine 21-jährige Nissan-Fahrerin langsam an einem Fahrzeug vorbeigefahren sei, welches dem von hinten mit Blaulicht kommenden Streifenwagen Platz gemacht hatte.

Der Polizist habe das Ausscheren der 21-Jährigen zu spät bemerkt und sei in der Folge auf das Heck der jungen Frau aufgefahren.

Die 21-Jährige, ihre 23-jährige Mitfahrerin, sowie die beiden Polizeibeamten seien leicht verletzt worden.

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Der entstandene Sachschaden werde auf 20.000 Euro geschätzt.

Titelfoto: Lars Ebner

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