Ölbekämpfung auch an Weihnachten: Nord-Ostsee-Kanal länger gesperrt

Brunsbüttel - Nach der Ölhavarie im Hafen von Brunsbüttel wird das Öl auf dem Nord-Ostsee-Kanal weiter abgesaugt.

Der Schubverband aus Odin und Lüttmoor (vorne) hat die Arbeit am Samstag (24. Dezember) aufgenommen. Er löst das Mehrzweckschiff Neuwerk (hinten) ab.
Der Schubverband aus Odin und Lüttmoor (vorne) hat die Arbeit am Samstag (24. Dezember) aufgenommen. Er löst das Mehrzweckschiff Neuwerk (hinten) ab.  © Havariekommando

Wie ein Sprecher des Havariekommandos am Samstag sagte, wird das Mehrzweckschiff Neuwerk im Laufe des Tages vorsorglich durch einen Ölbekämpfungs-Verband ersetzt, der dann die beiden verbleibenden Schiffe Scharhörn und Knechtsand bei der Ölaufnahme unterstütze.

Die Neuwerk solle mit Blick auf die über Weihnachten erwartete stürmische See als Notschlepper für eventuelle Unfälle auf der Nordsee in Bereitschaft gehalten werden.

Der vielbefahrene Nord-Ostsee-Kanal war am Mittwoch gesperrt worden, nachdem wegen eines Lecks in einer Pipeline große Mengen Öl ausgelaufen waren. Die Arbeiten zur Beseitigung der Havariefolgen dauern länger als erwartet. Die zunächst für Samstag geplante Freigabe der Wasserstraße wurde auf nach Weihnachten verschoben.

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Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal geht den Angaben zufolge davon aus, dass die Sperrung des Kanals frühestens am Mittwoch wieder aufgehoben werden kann.

Nord-Ostsee-Kanal bleibe bis in die kommende Woche hinein gesperrt

Über die Feiertage gehe die Ölbekämpfung aber weiter, betonte der Sprecher des Havariekommandos. Den freiwilligen Helfern werde aber die Möglichkeit gegeben, am Heiligabend bei ihren Familien zu sein. Unter den rund 150 Kräften, die bislang an den Ufern des Kanals und auf dem Wasser im Einsatz waren, seien zahlreiche Angehörige von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk (THW) gewesen.

Da der Nord-Ostsee-Kanal nun bis in die kommende Woche hinein gesperrt bleibe, hätten Schiffe, die unter anderem noch im Gebiet der Elbmündung auf die Wiederöffnung gewartet hätten, ihren Kurs geändert. Sie würden nun Dänemark umschiffen und über das Kattegat die Ostsee ansteuern. "Es gibt ja noch diese Alternative", sagte der Sprecher des Havariekommandos.

Der Kanal zwischen Kiel an der Ostsee und Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) an der Mündung der Elbe in die Nordsee ist die weltweit meistbefahrene künstliche Seewasserstraße.

Titelfoto: Havariekommando

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