Böllerei und Sturm an Silvester! Thüringens Feuerwehren in Sorge

Erfurt - Thüringens Feuerwehren blicken mit Sorge auf den Jahreswechsel: Der Feuerwehrverband geht nach zwei Pandemie-Silvestern mit Feuerwerksverboten von einem Nachholeffekt beim Abbrennen von Silvesterraketen aus, wie Vorstandsmitglied Michael Schwabe am Donnerstag auf Anfrage sagte.

Die Feuerwehren blicken mit Sorge auf den Jahreswechsel. (Symbolbild)
Die Feuerwehren blicken mit Sorge auf den Jahreswechsel. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

"Der eine oder andere wird wohl mehr in die Böllerei investieren."

Zudem sei das angekündigte stürmische Wetter ein Risiko beim Feuerwerk. "Das kann gefährlich werden, wenn die Raketen durch starken Wind abgetrieben werden."

Schwabe rechnet über den Jahreswechsel mit mehr Feuerwehreinsätzen als in den beiden Vorjahren.

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Dies sei dann auch für die Rettungsdienste und Notaufnahmen mit einer Mehrbelastung verbunden.

Die Feuerwehren organisierten für die Silvesternacht einen Ruf-Bereitschaftsdienst oder stellten Bereitschaftsgruppen auf, sagte Schwabe.

Im ländlich geprägten Thüringen liegt die Brandbekämpfung überwiegend in den Händen freiwilliger Einsatzkräfte - nur größere Städte wie etwa Erfurt oder Jena verfügen über Berufsfeuerwehren.

Angesichts der Brandgefahr für Denkmäler oder historische Innenstädte durch Silvesterraketen haben mehrere Städte in Thüringen Feuerwerksverbote in gefährdeten Gebieten erlassen. Das betrifft etwa Rudolstadt mit der Heidecksburg oder die Touristenmeile in Weimar zwischen Theaterplatz und Frauenplan.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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