Maximale Kapazität nie erreicht: Unterkunft für Asylsuchende in Jena geschlossen

Jena - Die im Frühjahr eröffnete Landeserstaufnahmestelle für Asylsuchende in Jena ist wieder geschlossen worden.

Zuletzt sei die Einrichtung in der ehemaligen Frauenklinik mit 15 Geflüchteten belegt gewesen, teilte das Landesverwaltungsamt am Donnerstag mit. (Archivbild)
Zuletzt sei die Einrichtung in der ehemaligen Frauenklinik mit 15 Geflüchteten belegt gewesen, teilte das Landesverwaltungsamt am Donnerstag mit. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa

Zuletzt sei die Einrichtung in der ehemaligen Frauenklinik mit 15 Geflüchteten belegt gewesen, teilte das Landesverwaltungsamt am Donnerstag mit.

Diese hätten die Unterkunft am Mittwoch verlassen, die meisten von ihnen seien nach Pößneck (Saale-Orla-Kreis) gebracht worden. Der Standort in Jena mit einer Kapazität von 150 Plätzen wurde seit April genutzt. Die maximale Kapazität sei allerdings nie erreicht worden, hieß es.

Die Einrichtung sollte die zentrale Erstaufnahmestelle in Suhl entlasten und ursprünglich bereits im Mai wieder schließen. Unter anderem, weil ein Brand in Suhl zeitweise die dortigen Kapazitäten verringert hatte, wurde die Unterkunft in Jena einen Monat länger benötigt. Die Immobilie gehört den Angaben zufolge der Universität Jena.

Vorzeitige Schließung verhindert: CDU-Landrat springt als Bademeister ein
Thüringen Vorzeitige Schließung verhindert: CDU-Landrat springt als Bademeister ein

Jena ist die zweite Flüchtlingsunterkunft, die das Land innerhalb kurzer Zeit geschlossen hat. Mitte Juni war der Betrieb in einer ehemaligen Logistikhalle in Hermsdorf (Saale-Holzland-Kreis) eingestellt worden.

Hygienische Zustände waren schlecht

Die Halle war eigentlich als Notunterkunft gedacht, Menschen sollten dort nur wenige Tage leben. Die Menschen hatten kaum Privatsphäre, die hygienischen Zustände waren schlecht, was zu viel Kritik führte.

In Thüringen leben aktuell 1268 Geflüchtete in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes, davon in Suhl 899, in Eisenberg 98, in Gera 142 sowie in Werther 129.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

Mehr zum Thema Thüringen: