Stundenlanger Einsatz wegen Drohschreiben in Gera: Polizei gibt Entwarnung

Gera - In Gera wurde am Montag im Bereich des Amtes für Versorgung und Gesundheit ein größerer Polizeieinsatz eingeleitet. Hintergrund war ein Drohschreiben.

Mehrere Polizeistreifen kamen zum Einsatz. (Symbolbild)
Mehrere Polizeistreifen kamen zum Einsatz. (Symbolbild)  © 123RF/udo72

Am Mittag gab die Polizei offiziell Entwarnung. Im Rahmen der Absuche seien keine verdächtigen Gegenstände aufgefunden worden, sodass der Dienstbetrieb in den Gebäudeteilen wieder aufgenommen werden könne, hieß es.

Am Morgen war es wegen eines Briefes "mit bedrohlichem Inhalt", so die Beamten, zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Mehrere Streifen kamen im Bereich des Amtes für Versorgung und Gesundheit in der Gagarinstraße zum Einsatz.

Laut Polizei verließen noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte alle Mitarbeiter die Räumlichkeiten. Die beiden Amtsgebäude wurden abgesperrt und von Polizeihunden abgesucht.

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Die Kripo Gera hat die Ermittlungen zu einem bislang unbekannten Täter, der die Nachricht mit drohendem Inhalt verfasste, aufgenommen. Kräfte der Polizei waren mehr als fünf Stunden im Einsatz.

Stadt Gera: Dezernat steht für Besucherverkehr nicht zur Verfügung

Weitere Details zum Inhalt des Schreibens gab die Polizei auf Nachfrage von TAG24 aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Auch die Frage, ob in dem Schreiben das Wort "Hamas" fiel, ließ man unkommentiert. Im Oktober war es zu einer Serie von Bombendrohungen in ganz Deutschland gekommen. Darunter Drohschreiben mit Hamas-Bezug. In Weimar richtete sich beispielsweise eine Drohmail gegen ein Radio-Funkhaus in Weimar - der Absender: "Hamas".

Die Stadt Gera hatte am Montagmorgen mitgeteilt, dass das Dezernat für Jugend und Soziales am Montag nicht für den "Besucherverkehr" zur Verfügung stehe.

Zudem bat man die Bürger, "heute nicht in die Gagarinstraße zu kommen, da Anliegen (auch mit Termin) nicht bearbeitet werden können". Den Angaben nach werden Termine, die dadurch nun kurzfristig ausfallen müssen, nachgeholt.

Erstmeldung am 4. Dezember, um 10.12 Uhr, aktualisiert um 14.34 Uhr

Titelfoto: 123RF/udo72

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