Ausgerechnet die Tsunami-Katastrophe war Feuertaufe für "n-tv"-Moderatorin

Leipzig - Am 26. Dezember jährt sich die verheerende Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean zum 15. Mal. Über 230.000 Menschen starben vor allem in Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand. Die Leipzigerin Rommy Arndt war an diesem Schicksalstag für den Nachrichtensender n-tv auf Sendung. Für sie eine Feuertaufe...

N-tv Nachrichtensprecherin Rommy Arndt.
N-tv Nachrichtensprecherin Rommy Arndt.  © n-tv

"Der Chefredakteur hatte mich nach meinem Casting gefragt, ob ich über Weihnachten und Silvester zehn Tage am Stück moderieren wollte", erzählt Rommy Arndt.

"Da wäre nicht viel los und ich könnte mich in Ruhe einarbeiten, meinte er." Doch schon an ihrem dritten Arbeitstag kam alles anders. Ein unterseeisches Erdbeben der Stärke 9,1 hatte gigantische Tsunamiwellen im Indischen Ozean ausgelöst. Die Zahl der Toten stieg rapide an.

"Ich kam am Nachmittag zum Spätdienst. Ich ging in die Maske, las die Meldungen der Agenturen. So langsam wurde mir klar, dass das eine riesige Katastrophe war", erinnert sie sich. Um 18 Uhr ging sie auf Sendung, dann jede Stunde. "Irgendwann wurde entschieden, dass wir nur noch Nachrichten senden."

Das Videomaterial kam überwiegend von CNN, meist mit spärlichen Inhaltsangaben. Arndt: "Ich musste meine Anmoderationen spontan gestalten. Im Teleprompter standen bald nur noch Stichworte oder gar nichts mehr, alles geschah auf Zuruf." Sieben Stunden am Stück moderierte sie damals.

Seitdem sind 15 Jahre vergangen. Inzwischen gehört die Journalistin zu den alten Hasen. Sie moderierte Sendungen zu den Anschlägen in Paris und Nizza, ebenso zu den Wahlen von Obama und Trump. Am Todestag von Helmut Kohl führte sie stundenlang Interviews. "Die Tsunami-Katastrophe war aber sicher das Härteste, was ich auf dem Sender leisten musste", resümiert sie.

Trotzdem hält sie das nicht davon ab, aktuell Urlaub ausgerechnet in Thailand zu machen. "Ich bin ein optimistischer Mensch und stelle mir nicht immer das schlimmstmögliche Szenario vor", wiegelt sie ab. Die Katastrophe sei vor Ort und auch in den Gedanken aber immer präsent.

In Bangkok besuchte sie den Tempel Wat Arun.
In Bangkok besuchte sie den Tempel Wat Arun.  © privat
Die Tsunami-Katastrophe vor 15 Jahren bleibt unvergessen.
Die Tsunami-Katastrophe vor 15 Jahren bleibt unvergessen.  © picture-alliance/dpa/dpaweb
Bereits zum vierten Mal bereist Rommy Arndt Thailand. Diesmal ist sie am Golf von Thailand, unter anderem auch in Bangkok.
Bereits zum vierten Mal bereist Rommy Arndt Thailand. Diesmal ist sie am Golf von Thailand, unter anderem auch in Bangkok.  © 123RF/Phichak Limprasutr

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