Skandal in Sachsen-Knast! KZ-Spruch hängt im Mitarbeiter-Büro

Die Pinnwand samt KZ-Spruch in der Nahaufnahme.
Die Pinnwand samt KZ-Spruch in der Nahaufnahme.

Regis-Breitingen - Schwere Vorwürfe gegen die Jugenstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen! Am Samstag veröffentlichte die Leipziger Stadträtin Juliane Nagel (Die Linke) Bilder von NS-Symbolik auf Twitter. Die Fotos sollen eine Pinnwand im Empfangsbereich des offenen Vollzugs in Regis-Breitingen zeigen.

Laut Nagel soll sich die Pinnwand in einem Mitarbeiterbüro der JSA befinden, zu der auch Besucher Zugang hätten.

Entsprechend empört reagierte die Linken-Stadträtin, konfrontierte am Samstagmorgen umgehend die Staatsregierung in Dresden mit unbequemen Fragen.

Gegenüber TAG24 sagte Nagel: "Ich finde es unerträglich, dass dieses in meinen Augen NS-verherrlichende Bild von Gefängnismitarbeiterin zur Schau gestellt wird. Es muss schleunigst entfernt werden und es muss Konsequenzen geben."

Zum historischen Kontext: 1937 errichteten die Nazis das Konzentrationslager Buchenwald. Auf dem Tor brachten sie den Schriftzug "Jedem das seine" an, der so viel bedeutet wie "Jedem, was er verdient". Damit verhöhnten die Schergen ihre Opfer zusätzlich.

Für eine Stellungnahme war die Pressestelle der JSA am Samstag nicht zu erreichen.

Update 11:00 Uhr Wie Juliane Nagel mitteilte, soll der KZ-Spruch im Mitarbeiterbüro der JSA Regis-Breitingen mittlerweile entfernt worden sein.

Laut Nagel soll sich die Pinnwand in einem Mitarbeiterbüro der JSA befinden, zu der auch Besucher Zugang hätten.
Laut Nagel soll sich die Pinnwand in einem Mitarbeiterbüro der JSA befinden, zu der auch Besucher Zugang hätten.

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