Rettungswagen bei Unfall in zwei Teile gerissen

Bahlburg (Winsen) - Im Landkreis Harburg (Niedersachsen) hat es am Donnerstag einen Unfall mit einem Rettungswagen gegeben. Zwei Sanitäter und eine Patientin wurden dabei verletzt.

Das Dach des Rettungswagen wurde bei dem Unfall abgerissen.
Das Dach des Rettungswagen wurde bei dem Unfall abgerissen.  © JOTO

Nach ersten Informationen war das Fahrzeug auf der Landstraße 234 nahe Bahlburg (Stadt Winsen) von der Straße abgekommen. Der Wagen kollidierte mit einem Baum und kippte auf die Seite.

Dabei wurde auch das Dach des Rettungswagens abgerissen.

Beide Rettungssanitäter und die Patientin, die sich zum Unfallzeitpunkt an Bord befand, wurden verletzt.

Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, um zwei der Opfer schnellstmöglich in nahegelegene Kliniken zu transportieren.

Die Polizei ermittelt die Hintergründe. Die genaue Unfallursache ist bislang noch unklar.

Der Unfall hatte sich auf der L234 ereignet.
Der Unfall hatte sich auf der L234 ereignet.  © JOTO

Update, 18.29 Uhr

Wie die Polizei am Abend mitteilte, ereignete sich der Unfall zwischen dem Bahlburger Kreuz und Garstedt gegen 14.10 Uhr. Bei der Patientin handelte es sich um eine 87-jährige Frau, die nach einer Untersuchung im Krankenhaus wieder zurück an ihren Wohnort gebracht werden.

Etwa 200 Meter hinter dem Bahlburger Kreuz (Fahrtrichtung Garstedt) kam das Fahrzeug in einer leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Kastenaufbau prallte seitlich gegen einen Straßenbaum. In der Folge rissen das Dach und die Heckpartie des Aufbaus ab und schleuderten nach links in ein angrenzendes Feld, so die Polizei.

Ersthelfer lösten die Frau von der Transportliege, an der sie immer noch festgeschnallt war. Die 87-Jährige sowie der 43-jährige Rettungsdienstmitarbeiter, der sich zum Unfallzeitpunkt bei ihr befand, erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Der 37-jährige Fahrer des Rettungswagens wurde schwer verletzt.

Die Feuerwehr musste das Dach der Fahrerkabine abtrennen, um den Fahrer aus dem Fahrzeug zu bergen.

Mehrere Rettungswagen, Notärzte und zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und anschließend in umliegende Krankenhäuser zu transportieren.

Parallel dazu wurden auch Kriseninterventionskräfte in den Einsatz gebracht. Sie kümmerten sich anschließend um die sichtlich betroffenen Rettungskräfte, die zunächst ihre eigenen Kollegen versorgen mussten.

Die L 234 war bis in die späten Nachmittagsstunden voll gesperrt. Die Polizei sicherte vor Ort Spuren. Eine Drohne wurde eingesetzt, um die langgezogene Unfallstelle möglichst detailgetreu zu dokumentieren.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde das Fahrzeug für weitere Untersuchungen sichergestellt.

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