Elsdorf - Schwerer Unfall am frühen Dienstagmorgen auf der A1 nahe Hamburg: Gleich mehrere Fahrzeuge waren an dem Crash beteiligt, überschlugen sich teilweise und schlitterten über die Straße. Die Autobahn musste für mehrere Stunden komplett gesperrt werden, einige Verkehrsteilnehmer blockierten unterdessen die Rettungsgasse.
Nach ersten Ermittlungen hatte ein 29-jähriger VW-Fahrer gegen 5.30 Uhr während der Fahrt unweit der Anschlussstelle Elsdorf (Landkreis Rotenburg (Wümme)) in Fahrtrichtung Hamburg eine Hustenattacke.
Dadurch verlor er offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen den Mazda einer 60-jährigen Frau. Der Mazda geriet ins Schleudern, drehte sich und kam schließlich entgegen der Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen an der Schutzplanke zum Stehen.
Wie die Polizei weiter mitteilte, konnte ein nachfolgender 47-jähriger Fahrer eines Ford-Transporters nicht mehr rechtzeitig ausweichen und krachte ebenfalls gegen den Mazda.
Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Transporter und rutschte anschließend mehrere Hundert Meter auf der Seite über die Fahrbahn. Der 47-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen.
Der VW-Fahrer blieb unverletzt, die 60-jährige Mazda-Fahrerin wurde leicht verletzt. Beide Verletzten wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Unfall auf der A1: Blockierte Rettungsgasse erschwerte den schnellen Einsatz
Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A1 in Richtung Hamburg mehrere Stunden gesperrt werden. Der Einsatz gestaltete sich zunächst jedoch schwierig: Die von anderen Autofahrern gebildete Rettungsgasse war teilweise blockiert.
Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten ihre Fahrzeuge dort abgestellt, einige hatten es sich nach Polizeiangaben sogar in ihren Autos bequem gemacht und waren eingeschlafen.
Einsatzkräfte mussten die Fahrer zunächst wecken, damit die Rettungsfahrzeuge überhaupt zur Unfallstelle gelangen konnten.
Die Beamten appellierten daher abschließend: "Eine Rettungsgasse kann Leben retten."